Vom Ex-Partner still verabschieden und „Danke sagen“

Foto: Thorben Wengert, pixelio.de
Foto: Thorben Wengert, pixelio.de

Sich von einem geliebten Partner zu trennen, ist schwer. Manche Menschen leiden sehr darunter. Oft gibt es auch keine Gelegenheit, sich wirklich in Ruhe und Friede zu verabschieden. Zu schwer wiegen die ausgesprochenen oder geschriebenen Worte und die damit verbundenen Schmerzen. Vor allem dann, wenn der andere Mensch noch lebt – und schweigt – und wir das Gespräch suchen. Zu stark verbleibt da noch die Hoffnung, es „könnte ja doch noch gehen“. Obwohl es schon lange nicht mehr ging, zu viele Scherben entstanden waren, die wir nicht mehr sehen wollten.

Wenn ich schreibe „Danke sagen!“, meine ich es nicht wortwörtlich, im Sinne von „sagen, aussprechen“. Ich denke eher an beispielsweise die Tipps der amerikanischen Psychologin Dr. Susan Forward, die in ihrem Buch „Die dunkle Seite der Liebe“ empfiehlt, Briefe an den oder die Ex zu schreiben, sie aber nicht abzusenden, sondern in einer Art Ritual zu verbrennen oder sie mit einem Stück Holz zu verbinden und auf einen Fluss zu legen.

In meinem Bekanntenkreis gibt es derzeit zahlreiche Trennungen und mein Telefon läutet wieder mal häufiger. Nur bin ich wieder weder Therapeut, noch Helfer. Aber ich fand heute eine kleine Weisheit von Paul Coelho auf meiner Festplatte wieder, die mir in ähnlichen Zeiten mal geholfen hat und die ich gerne mit Euch teilen möchte.

Ich danke allen, die mich belogen haben,
sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.

Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben,
sie haben mir zugemutet, Berge zu versetzen.

Ich danke allen, die mich abgeschrieben haben,
sie haben meinen Mut geweckt.

Ich danke allen, die mich verlassen haben,
sie haben mir Raum für Neues gegeben.

Ich danke allen, die mich verraten und missbraucht haben,
sie haben mich wachsam werden lassen.

Ich danke allen, die mich verletzt haben,
sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen.

Ich danke allen, die meinen Frieden gestört haben,
sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten.

Vor allem aber danke ich all jenen,
die mich lieben, so wie ich bin,
sie geben mir die Kraft zum Leben

(Paulo Coelho)

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