Trennung: 18 Tipps gegen Herzschmerz & Liebeskummer

Eine Trennung zwischen zwei Menschen ist manchmal sehr bitter, Liebeskummer und Herzschmerz die Folge. Manche werden sogar (psychosomatisch) krank.

Nicht selten enden Beziehungen in einem fürchterlichen Streit. Die Folge: es kommt zum Kontaktabbruch. Solch eine Trennung empfindet dann mindestens ein Partner als großen Verlust, so als wenn er einen Angehörigen oder Freund durch einen plötzlichen Tod verloren hätte. Vor allem dann, wenn ein Kind mit zur Beziehung zählte, zu dem nach der Trennung keine Kontaktmöglichkeit mehr besteht.

Zeitpunkt der Trennung

Es gibt aber auch Paare, die sich friedlich trennen können, sich selber und den Partner wahrnehmen können. Begreifen, dass es nicht funktioniert, weil man unterschiedliche Lebensvorstellungen und Interessen hat.

Manchmal ist es aber zu spät für solch eine friedliche Trennung, ein kritischer Zeitpunkt wurde überschritten – und es kam zum großen Knall. Die Folge: noch ein wenig mehr Herzschmerz.

Foto: Gerd Altmann, pixelio.de

Persönlichkeitsstörungen verursachen noch mehr Leid

Und es gibt Beziehungskonstellationen, die keine andere Möglichkeit mehr ließen, als sich im heftigen Streit zu trennen. Wie bei zwei Partnern, die eine gestörte Persönlichkeit haben und bindungsgestört sind. Die Folge: Mega-Herzschmerz und tiefes, persönliches Leid.

Warum es nicht funktioniert hat, ist allerdings im Moment der endgültigen Trennung erst einmal nicht wichtig.

Das Einzige, was zählt bist Du!

Nachfolgend finden Sie einige Tipps gegen den Trennungsschmerz …

18 Tipps gegen den Trennungs- und Herzschmerz

Bitte die nachfolgenden Tipps nicht alle auf einmal angehen … zwischen manchen Dingen liegen Wochen, Monate.

 

Ruhe geben
Was bringt es denn noch, wenn eine Beziehung endgültig gescheitert ist, sich gegenseitig weiter Vorwürfe zu machen, den oder die Ex zu verletzen – oder es gar krampfhaft nochmal zu versuchen? Nothing, nada, nichts.

Wollen Sie irgendwann mal eine Freundschaft mit dem Ex-Partner pflegen, brauchen Sie und er/sie Zeit zur Trauer und Aufarbeitung. Ansonsten wird das nächste Treffen wieder nur aus Vorwürfen bestehen. Also: Ex-Partner nicht anrufen, bedrängen, besuchen, es sei denn Kinder oder andere lebenswichtige Umstände erfordern es.

 

Wütend sein ist völlig okay!
Wut tut gut – und ist besser als Selbstmitleid. Vorausgesetzt, sie artet nicht in Gewalt aus. Einige, vielleicht nicht ganz so ernst gemeinte Tipps zu gesunden Trennungsagressionen – Zeit, sich mal über den „Scheißkerl“ oder das „Miststück“ richtig zu ärgern.

 

Sich fair verabschieden
Sich anständig verabschieden, notfalls per Brief. Auf Rechtfertigungen oder Schuldvorwürfe verzichten. Die lösen im Endeffekt nur Selbstmitleid und neuen, eigenen Schmerz aus, wenn der Ex-Partner reagiert. Vorsicht vor falschem Stolz und Überheblichkeit.

 

Trennung von bindungsängstlichen Partnern
Ex-Partner von bindungsgestörten Menschen verstehen, was ich meine (-> Bindungsangst, -> Beziehungsabhängigkeit). Derartige Beziehungen waren meist von Leid und Schmerz geprägt. Miguel gibt in diesem Beitrag wertvolle und vor allem praktische Tipps. Sein Motto: „Das Einzige, was jetzt zählt, bist Du“.

 

Vor den Spiegel treten
Eine sehr nette Methode nach meiner Erfahrung: sich vor einen Spiegel stellen und so tun, als wäre das eigene Spiegelbild der Ex-Partner: Wütend sein, Vorwürfe machen, sich aussprechen, richtig die „Sau rauslassen“.

Vielleicht stellt man dann fest, dass vieles in einem selber steckt, man selber sich auch wie eine „Sau“ verhalten hat – und der Partner tatsächlich das eigene Spiegelbild war? Dr. Barbara Kiesling hat dies in ihrem Artikel „Partner als Spiegelbild – Illusion einer freien Partnerwahl“ sehr anschaulich erläutert.

 

Mal alleine bleiben und sich neu sortieren
Nicht sofort in die nächste Beziehung stürzen, keine Sex-Abenteuer, die nur noch mehr Schmerz verursachen, einige Monate, vielleicht sogar Jahre warten (Trauer- und Aufarbeitungsphase).

 

Zeit für eine Therapie?
Manche Menschen sehen partout ihre eigenen Fehler nicht ein, weisen immer wieder ihrem Ex die gesamte Schuld zu.

Es gibt welche, die sogar Online-Foren oder Internet-Portale einrichten, um einen regelrechten Feldzug gegen die Ex-Partner anzutreten, statt bei sich selbst anzufangen. Solche Aktionen können sich gar zu einem Geschlechterkrieg mit pauschalen Klischees entwickeln – letztendlich schadet man nur sich selbst.

Sollte man sich vielleicht mal fragen, ob man selber bindungsgestört ist und eine Therapie helfen kann, damit die nächste Beziehung tragfähiger, zufriedener und vertrauter werden kann?

Ich kenne Menschen, die sind so was von herzlich – aber in Beziehungen entwickeln sie sich regelrecht zu Monstern. Es ist so, wie Stefanie Stahl in unserer Interviewreihe sagte: „Bei manchen Bindungsängstlichen wird ihr Problem nur in Liebesbeziehungen virulent und sie können gute und verbindliche Freunde sein.“

 

Schöne Erinnerungen bewahren
Erinnerungen nicht wegwerfen, zum Beispiel Fotos und Briefe erst einmal in eine Kiste verbannen und zukleben. Die meisten Erinnerungen bleiben allerdings im Kopf, nur leider verblassen sie mit der Zeit.

 

„Zusammen ist man stark“. Foto: Peter Franz, pixelio.de

Zum gelingen einer Beziehung gehören „2“
Achtung, Bumerang-Effekt: Nicht bei Freunden oder in der Familie über den Ex-Partner herziehen, denn zu einer Trennung beziehungsweise zum gelingen einer Beziehung gehören immer zwei Menschen. Sich selbst keine Vorwürfe machen – aber mal überlegen, warum es nicht funktioniert hat, ohne dabei die eigenen Anteile zu vergessen bzw. sich etwas schön zu reden („An mir kann es nicht gelegen haben, weil ….“). 

Orte der Ruhe entdecken
Neue Orte finden, zum Beispiel Reisen, mal alleine wandern, Radtouren, Yoga oder Qi Gong probieren. Suchen Sie sich einen ganz eigenen Platz nur für sich selbst, zum Beispiel einen Baum an einem See. Man kann tatsächlich mit Bäumen reden oder sie umarmen (die antworten zwar nicht, aber es tut gut, wenn einem mal Keiner widerspricht oder nur Vorwürfe macht, einfach nur zuhört!). PS: Sport hat auch noch nie geschadet! Vor allem mit 40plus.

 

Der Schmerz kommt von innen
… und das 81. Paar Schuhe oder das 10. Glas Bier macht auf Dauer nicht glücklich und hilft dabei, alles zu vergessen. Nichts überstürzen, nicht sofort den Job wechseln oder die Stadt, denn der Schmerz zieht mit. Neue Düfte (zum Beispiel Duftlampen, Blumen), neue Farben (zum Beispiel Kerzen, Bilder), neue Gegenstände anschaffen, die auf andere Gedanken bringen und Gefühle wecken – oder einfach nur die Möbel umstellen und selber basteln. Vorsicht vor Kaufsucht!

 

Sich nicht verzehren!
Viele Menschen haben nach einer Trennung kaum mehr Appetit, essen fast nichts mehr. Manche neigen sogar zur Magersucht, ver-zehren sich regelrecht nach dem Ex-Partner. PS: eine gute Suppe und vor allem Obst helfen immer. Nicht nur nach Trennungen. Am besten mal wieder mit einer guten Freundin oder einem guten Freund einen sonntäglichen Frühstücksbrunch genießen.

 

Bügeln statt Grübeln
Vorsicht bei Grübeln und Depressionen! Sofort an die frische Luft, unter Menschen gehen, zum Beispiel in Ausstellungen, in Parks oder ins Fitnessstudio, mit Menschen reden. Und wenn man wieder alleine ist: Haushaltsarbeit hat noch nie geschadet, ob bügeln, waschen oder putzen. Vor allem Kochen ist sehr entspannend.

 

An Liebeskummer stirbt man nicht!
Auch, wenn es weh tut …. wie meinte unsere Interviewpartnerin Stefanie Stahl so schön: „An Liebeskummer stirbt man nicht.“ Nicht zu viel ans Alleinsein oder überhaupt zu viel an Morgen denken, es löst nur Ängste aus. Das Liebesglück findet Sie später von ganz allein! Und wer in der Gegenwart lebt, lebt bewusster.

 

Beim Ex-Partner bedanken
Nach einiger Zeit (mindestens 3-6 Monaten) auch die positiven Erlebnisse mit dem Ex-Partner für sich selbst loben: Es ist ein Teil Ihres Lebens! Und sich beim Ex-Partner still und leise oder persönlich/per Brief bedanken.

 

Finger weg von Rache
Männer sollten tunlichst darauf verzichten, Bilder von ihrer Ex ins Internet zu stellen. Und Frauen sollten unter Ihrem richtigen Namen nicht in Internet-Foren schreiben – oder gar noch auf die Idee kommen, gleich ein Internet-Portal nur aus Rache und zur Aufarbeitung zu installieren.

Auch vor offline-Aktionen möchte ich warnen, beispielsweise dem oder der Ex wirtschaftlich, emotional oder anderweitig zu schaden. Sie werden es bereuen, da solche Informationen im Internet nicht mehr zu entfernen sind bzw. Sie sich selbst Schaden in der Realität zufügen – der Schmerz aber mit der Zeit schwindet.

 

Gleichgesinnte anonym treffen!
In Internet-Foren wie zum Beispiel trennungsschmerzen.de finden Sie Gleichgesinnte und zahlreiche Tipps. Falls Sie selber schreiben möchten, unbedingt Decknamen verwenden. Ich erlebe es in diesem Blog allzu oft, dass Menschen ihren echten Namen in einem Kommentar verwenden.

 

Manche Menschen verbreiten Gift wie eine grüne Mamba. Foto: Michael Lorenzet, pixelio.de

Rücksicht auf die eigenen Freunde
Den eigenen Freunden Zeit lassen, denn nach langen Partnerschaften brauchen auch sie eine Trauerzeit, um Ihre Trennung zu verarbeiten, wenn persönliche Verbindungen bestanden.Sie auch nicht vergiften mit Gedanken über den „bösen Ex“ – vor allem, wenn es die 13. oder 14. Ex-Beziehung war. Irgendwie scheinen die gescheiterten Beziehung ja auch viel mit einem selbst zu tun zu haben. Wer andere Menschen ständig mit seinen eigenen Problemen vergiftet, wird irgendwann selber krank.

2 Gedanken zu „Trennung: 18 Tipps gegen Herzschmerz & Liebeskummer“

  1. Liebeskummer ist immer schwierig, ich würde mich auf die Dinge in meinem Leben konzentrieren die mir Spaß machen, wie zum Beispiel Sport oder Musik. Ich würde mich weiterbilden und an meienm Selbstbewusstsein arbeiten!

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