Artikel zum Thema:
'Sexualität'

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Über das Liebesleben im geeinten Deutschland
Die Online-Partneragentur Parship hat 20 Jahre nach dem Mauerfall Amüsantes und Spannendes über das Liebesleben in Ost- und Westdeutschland zusammengetragen

Ostdeutsche gehen freizügiger mit dem Thema Sex um. Die Westdeutschen sind verklemmt. Wenn es um die Unterschiede zwischen den alten und den neuen Bundesländern geht, hält sich auch 20 Jahre nach der Wiedervereinigung so manches Klischee hartnäckig in den Köpfen. Aber wie ticken Ost- und Westdeutsche in Sachen Liebe, Partnersuche und Partnerschaft tatsächlich? Nachdem Liebesbeziehungen zwischen Ost und West mittlerweile Normalität im geeinten Deutschland sind, wird es langsam Zeit, alte Vorurteile auf den Prüfstand zu stellen. Im Rahmen der aktuellen bevölkerungsrepräsentativen Single- und Partnerstudie 2009 hat Parship, Deutschlands und Europas führende Online-Partneragentur (www.parship.de), Besonderheiten aus Ost und West herausgefunden.

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In Deutschland gibt es etwa 500.000 sexsüchtige Menschen. Was ist überhaupt Sexsucht? Betrifft es nur Männer und Frauen, die “es” zu oft wollen? Weit gefehlt. Einige Deutsche sind sexsüchtig, ohne es zu wissen. Sexsucht ist nicht erst seit dem deutschen Film “Zweiohrküken” (Til Schweiger) – und der damit verbundenen gesellschaftlichen Aufmerksamkeit – eine ernstzunehmende, medizinisch anerkannte Erkrankung.

Als neuen Autor für “Die kleine Liebesfibel” konnten wir Dr. Bernhard Mäulen gewinnen. Er ist Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie mit eigener Praxis in Villingen im Schwarzwald – und tätig als Paartherapeut.
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Stefanie Stahl: Sex mit Bindungsphobikern hat etwas Unwiderstehliches, weil der bindungsängstliche Partner einem nie sicher ist. Die Partner von Bindungsängstlichen leben zumeist in chronischer Verlustangst. Dies befeuert die Leidenschaft ungeheuer. Die Beziehung mit Bindungsängstlichen bleibt zumeist in der Anfangsphase stecken, wobei sich diese Anfangsphase auch über viele Jahre hinziehen kann. Dies liegt daran, dass der Bindungsängstliche sich nie wirklich auf die Beziehung einlässt und sich hierdurch beim Partner nie ein Gefühl der Sicherheit einstellt.

Bekanntermaßen sind Sicherheit und Leidenschaft ja Gegenspieler, weswegen viele Paare, die in langjährigen und verbindlichen Beziehungen leben, ja häufig einen Mangel an Leidenschaft beklagen. In bindungsängstlichen Beziehungen werden die Partner ständig angefüttert, aber nie satt. Das ist so, wie wenn im Restaurant immer nur die Vorspeise serviert würde und der Hauptgang ausbleibt. Das löst ein ungeheures Verlangen nach Mehr aus, das geradezu süchtig machen kann.


Lesen Sie im nächsten Teil, der am Freitag erscheint:
Was passiert, wenn beide Partner Bindungsstörungen aufweisen, beispielsweise der eine beziehungsabhängig und der andere bindungsängstlich ist?



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Stefanie Stahl: In diesem Fall verschärft sich die Partnerschaftsdynamik noch. Es ist ja so, dass auch „normale“ Partner durch den Nähe-Distanz-Modus des Bindungsängstlichen leicht in einen Sog geraten, immer mehr um die Beziehung zu kämpfen und sich hierdurch ziemlich abhängig von ihrer bindungsängstlichen Zielperson fühlen. Das notorische „Jein!“, das Bindungsängstliche in Bezug auf die Beziehung signalisieren beziehungsweise formulieren, führt bei vielen Partnern zu einem emotionalen Kontrollverlust, das heißt, sie fühlen sich hilflos, auf das Verhalten ihres bindungsängstlichen Partners einen Einfluss nehmen zu können. Sie versuchen dann die Kontrolle über den Bindungsphobiker zu erlangen, indem sie sich immer mehr bemühen, das Jein ihres Partners in ein Ja zu verwandeln. Hierdurch gerät die Beziehung aus der Balance: Der Partner unternimmt alle möglichen Manöver, um den Bindungsängstlichen an sich zu binden und je mehr er dies tut, umso weiter läuft der Bindungsängstliche davon, weil er sich nicht festnageln lassen will. Wenn der Partner nun aber ohnehin eher abhängige Strukturen aufweist, dann verschärft sich diese Dynamik noch beziehungsweise fällt es den abhängigen Partnern besonders schwer, sich aus der Beziehung zu lösen.


Lesen Sie im nächsten Teil, der am Montag erscheint:
Passen Bindungsängstliche besser zu Bindungsängstlichen?



Mittwoch, 30.November 2011

Warum sind Bindungsängstliche sexsüchtig?

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Stefanie Stahl: Sex ist deshalb in bindungsphobischen Beziehungen oft so ein wichtiges Thema, weil die betroffenen Partner sich nie sicher fühlen. Es ist wie eine ständige Neueroberung: Die Unsicherheit und Angst befeuert die Leidenschaft. Bei den Bindungsängstlichen selbst muss das hingegen nicht unbedingt so sein – sie befinden sich ja häufig auf der Flucht.

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Foto: Albrecht E. Arnold, pixelio.de

Foto: Albrecht E. Arnold, pixelio.de

Anlässlich des heutigen internationalen Tages des Kusses hat die Singlebörse bildkontakte.de eine Umfrage zum Thema gestartet, an der sich 2000 Mitglieder beteiligten. Über die Hälfte der Frauen entscheidet schon beim ersten Kuss, ob daraus mehr werden kann oder nicht. Männer sind toleranter.

Weitere Ergebnisse:

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