Selbstbetrug mit Internet-Singlebörsen und Kontaktanzeigen?

Foto: Jorma Bork, pixelio.de

Wer sehnt sich nicht nach einer erfüllten Partnerschaft? Singles, die einen Partner suchen, finden in den Kontaktanzeigen in Zeitschriften, über Partnervermittlungsagenturen und Internet-Singlebörsen scheinbar die ideale Lösung. Ein Mangel an Zeit, sei es durch Beruf oder Kinder, ist dabei häufig das Hauptargument für diesen gewählten Weg.

Oder die vielen technischen Möglichkeiten, die eine Hoffnung schüren, den idealen Partner zu finden. Dabei entpuppen wir uns selber häufig als Lügner und Selbstbetrüger, ohne es zu merken (ich spreche aus meiner Erfahrung). Sowohl Suchende als auch die, die darauf antworten. Selbst dann, wenn die kommerziellen Anbieter sich redliche Mühe geben, ihr Geschäft seriös zu gestalten. Sie sind aber nichts anderes als Verkäufer von Träumen. Wie Filmregisseure oder Schriftsteller von Liebesromanen. Und wir sind die Menschen, die ihr Glück im Äußeren suchen, oder?

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Trennung: Ex-Partner von Bindungsängstlichen

Welche Hoffnung möchten Sie persönlich Partnern oder Ex-Partnern von Bindungsängstlichen – nach einer Trennung – mit auf ihren Weg geben? Nach Erich Fromm gehört zu einem authentischen Leben: Glaube und Mut, oder?

Stefanie StahlStefanie Stahl: An Liebeskummer stirbt man nicht. Der verheilt mit der Zeit. Und dies umso schneller, je weniger Selbstmitleid man sich gönnt. Man sollte im Auge behalten, dass Liebeskummer viel mit persönlicher Kränkung zu tun hat, will heißen: War ICH nicht schön, toll, gut genug? Zu 90% weint man um sich selbst. Es geht also gar nicht so sehr um den oder die Angebeteten, wie man es zu fühlen meint. Ein wesentlicher Anteil der Leidenschaft für Menschen, die man nicht bekommen kann, ist, dass man sie nicht bekommen kann.

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Liebe zu sich selbst und Nächstenliebe

„Wir sind hier, weil es letztlich kein Entrinnen vor uns selbst gibt. Solange der Mensch sich nicht selbst in den Augen und Herzen seiner Mitmenschen begegnet, ist er auf der Flucht. Solange er nicht zulässt, dass seine Mitmenschen an seinem Innersten teilhaben, gibt es für ihn keine Geborgenheit. Solange er sich fürchtet, durchschaut zu werden, kann er weder sich noch andere erkennen – er wird allein sein.

Wo können wir solch einen Spiegel finden, wenn nicht in unseren Nächsten? Hier in der Gemeinschaft kann ein Mensch erst richtig klar über sich werden und sich nicht mehr als den Riesen seiner Träume oder den Zwerg seiner Ängste sehen, sondern als Mensch, der – Teil eines Ganzen – zu ihrem Wohl seinen Beitrag leistet. In solchem Boden können wir Wurzeln schlagen und wachsen; nicht mehr allein – wie im Tod – sondern lebendig als Mensch unter Menschen.“

Richard Beauvais (1964)

Gedanken zum Tag: Menschliche – und männliche – Grundbedürfnisse

In einer neuen Serie Gedanken zum Tag veröffentliche ich – in unregelmäßigen Abständen – kurze Gedanken zum Tag, Zitate oder kleinere Weisheiten, die im hektischen Alltag manchmal untergehen.

Emotionale und körperliche Nähe sind ein Grundbedürfnis des Menschen nach Liebe. In unserer leistungsorientierten Gesellschaft tun sich gerade Männer damit schwer. Allerdings haben Kuscheln und Küssen auch Männern bisher niemals geschadet. Sie trauen sich nur häufig nicht, ihre Gefühle offen auszusprechen. Und manche Frauen verstehen es gar falsch, wenn Männer es tun, interpretieren es als ‚Schwäche‘, ‚Frauenversteher‘ oder ‚indirekte Anmache‘.