Die Kunst des Liebens

Die Kunst des Liebens

Vor rund 30 Jahren schenkte mir jemand ein Buch über die Liebe, weil die Person spürte, dass ich mich sehr für Liebe und Partnerschaft interessierte.

Das Buch heißt „Die Kunst des Liebens“, von Erich Fromm, und es steht immer noch, schon ziemlich vergilbt, in meinem Bücherregal.

Heute, 35 Jahre später, eine gute Gelegenheit dieses wundervolle Buch von 1956 erneut zu lesen und sich mal wieder auf die Basics zu besinnen.

„Die Kunst des Liebens“ (im amerikanischen Original „The Art of Loving“) – ein lesenswerter Klassiker im Zeitalter der Liebe mit Fernsehen, Handys und SMS, mit Facebook und E-Mail, mit tausenden von Beziehungsratgebern und Psychotherapeuten.

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Dem Partner mal öfter „Danke sagen“

In einer Zeit von Facebook und anderen virtuellen Internet-Communities fällt es uns recht einfach, anderen Menschen zum Geburtstag zu gratulieren. Die Geburtstage sind meist elektronisch in Datenbanken hinterlegt. Unsere virtuellen Freunde werden automatisch daran erinnert, dass wir Geburtstag haben. Seitdem ich in diesen virtuellen Netzwerken aktiver bin, haben mir noch niemals zuvor so viele Menschen gratuliert, darunter auch Menschen, die ich niemals zuvor persönlich kennen gelernt habe. Zu oft sind es automatisierte Glückwünsche, die auch Stress bereiten, weil ich mir nicht dutzende eCards (elektronische Glückwunschkarten) oder jedes Happy-Birthday-Video bei Youtube anschauen kann.

Andererseits verlernen mehr und mehr Menschen einfach nur mal „Danke“ zu sagen.

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Liebe zu sich selbst und Nächstenliebe

„Wir sind hier, weil es letztlich kein Entrinnen vor uns selbst gibt. Solange der Mensch sich nicht selbst in den Augen und Herzen seiner Mitmenschen begegnet, ist er auf der Flucht. Solange er nicht zulässt, dass seine Mitmenschen an seinem Innersten teilhaben, gibt es für ihn keine Geborgenheit. Solange er sich fürchtet, durchschaut zu werden, kann er weder sich noch andere erkennen – er wird allein sein.

Wo können wir solch einen Spiegel finden, wenn nicht in unseren Nächsten? Hier in der Gemeinschaft kann ein Mensch erst richtig klar über sich werden und sich nicht mehr als den Riesen seiner Träume oder den Zwerg seiner Ängste sehen, sondern als Mensch, der – Teil eines Ganzen – zu ihrem Wohl seinen Beitrag leistet. In solchem Boden können wir Wurzeln schlagen und wachsen; nicht mehr allein – wie im Tod – sondern lebendig als Mensch unter Menschen.“

Richard Beauvais (1964)