Artikel zum Thema:
'Liebe'

von Dr. Barbara Kiesling

Viele Betroffene erkennen erst im relativ hohen Erwachsenenalter, dass etwas in ihren Beziehungen nicht stimmt. Wie kommt das?

Hier spielt sicher zunächst die Hoffnung eine große Rolle. Ein zwanzigjähriger Mensch, der mehrfach „Unglück in der Liebe“ hatte, schaut sich um und erkennt, dass er nicht der Einzige ist, der noch nicht den richtigen Partner gefunden hat. Auch ein dreißigjähriger Mensch kann noch immer „auf den Richtigen“ hoffen. Im Laufe der Jahre verändert sich das. Wenn dieser Mensch dann sein 40. Lebensjahr vollendet hat und immer noch nicht das ersehnte „Glück in der Liebe“ gefunden hat, regen sich schon ernstere Zweifel. Viele Betroffene fühlen sich durch die erlebten Beziehungserfahrungen inzwischen so verletzt, dass sie sich nicht mehr so leicht auf jemanden einlassen können. Die Phasen des Single-Daseins verlängern sich.

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von Dr. Barbara Kiesling

Das ist eine sehr bedeutsame Frage. Die meisten Menschen in unglücklichen Beziehungen fragen sofort: Wer ist schuld? Schließlich möchte niemand selbst schuld sein. Wer sich selbst die Schuld gibt, muss quälende Schuldgefühle aushalten. Um das zu vermeiden wird versucht, die alleinige Schuld auf den anderen zu schieben. Das schafft Entlastung.

Doch wenn wir uns mit dem Wesen der Schuld beschäftigen, werden wir zu völlig anderen Erkenntnissen kommen.Nehmen wir das Beispiel des „Alkoholiker-Paares“: Ist er schuld daran, ein Alkoholiker zu sein? Und ist sie schuld daran, dass sie eine Co-Alkoholikerin ist?

Wie ich bereits betonte, sind es die psychischen Strukturen, die diese Menschen zu ihrem Handeln prädestinieren: Ihr mangelndes Selbstwertgefühl, ihre eingeschränkte Liebesfähigkeit und die damit einhergehenden ausgeprägten Konflikte. Die psychische Belastung ist in diesen Fällen oft so groß, dass die Betroffenen unbedingt Entlastung brauchen. Manche suchen diese Entlastung in Suchtmitteln; andere suchen diese Entlastung bei einem Partner.Sie haben sich nicht freiwillig für die Beeinträchtigungen und der daraus hervorgehenden Qual entschieden, das heißt, zunächst einmal können sie nichts dafür, dass sie so geworden sind, wie sie sind.

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von Dr. Barbara Kiesling

Nein! Liebe kann nicht krank machen! Liebe ist die größte und schönste Kraft, die uns Menschen gegeben ist. Wie könnte sie krank machen? Im Gegenteil: Liebe heilt.  Liebe, so wie ich sie verstehe, ist nicht nur ein Gefühl. Es ist vielmehr ein Seinszustand. Im Englischen wird es deutlicher: “To be in Love”, also “in Liebe sein”.

Wer meint, durch einen Liebespartner krank geworden zu sein, befindet sich im Irrtum. Es gibt tatsächlich viele Liebesbeziehungen, die als „krank“ bezeichnet werden können. In diesen Fällen waren die Beteiligten jedoch schon vor dieser Beziehung „krank“. Mit „krank“ meine ich das Vorliegen einer Beeinträchtigung oder Einschränkung der normalen seelischen Funktionen. Das Wort „krank“ möchte ich allerdings vermeiden. Wer möchte schon gerne als seelisch krank bezeichnet werden? Und dennoch trifft dies zumindest für diejenigen zu, die in einer sogenannten Abhängigkeits- oder Misshandlungsbeziehung leben. In solchen Beziehungen kann es zu körperlichen Übergriffen kommen oder auch nicht. Kennzeichnend ist, dass sich die Partner gegenseitig verletzen und dennoch so aneinander hängen, dass sie sich nicht aus dieser Beziehung befreien können.

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von Jürgen Christ

In einer neuen Artikelserie, mit der wir am Mittwoch in diesem Blog starten,  beschäftigt sich Eheberaterin und Buchautorin Dr. Barbara Kiesling mit dem Thema:

Schmerzen in Beziehungen – Kann Liebe krank machen?

In der Serie geht es um Beziehungssucht und um die Dynamik in Abhängigkeitsbeziehungen, in denen die darin verstrickten Menschen oft sehr schmerzvolle Erfahrungen machen.

Aufgrund von immer detaillierteren Fragen von Liebesfibel-Herausgeber und Autor Jürgen Christ nähert sie sich dem sensiblen Thema einfühlsam und nachvollziehbar an, beantwortet Fragen, die sich viele Betroffene nicht mal wagen, zu stellen. In mehrere Blogbeiträgen aufgeteilt, hinterfragt sie zudem alte Legenden, vorherrschende Denkmuster was Beziehungsmuster betrifft, und wagt neue Ansätze.

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Dienstag, 23.September 2008

Video Rosenstolz: Liebe ist alles

von Jürgen Christ

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Freitag, 19.September 2008

Paare auf den Strassen von Berlin

von Jürgen Christ

Doppelklick nennt sich das Blog, zeigt Liebespaare, fotografiert auf den Strassen Berlins – und kurz nach dem Ursprung ihrer Liebe befragt

» Doppelklick Blog

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Sonntag, 31.August 2008

Willkommen zur Liebesfibel!

von Jürgen Christ

Die ‘kleine Liebesfibel – Band I’ ist ein Praxisratgeber für gesunde Liebe und zufriedene Partnerschaft im Romantik- und Medienzeitalter. Die Autoren hinterfragen einige Legenden … und geben Tipps aus eigener Erfahrung.

Mit vielen Beispielen sowie Anregungen für alle Phasen einer Beziehung – vom ersten Flirt bis zur möglichen Trennung. Nicht nur für Singles und Liebende der Internet-Generation ab 30 … [ weitere Informationen ]

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  Die kleine Liebesfibel 3.0
E-Book (Format: PDF) mit ca. 200 Seiten auf A5 - zum Lesen am Bildschirm. Praxisratgeber für zufriedene und gesunde Partnerschaft. Im E-Book werden Geschichten von Paaren und Singles erzählt, aber auch die Unterschiede zwischen gesunden und ungesunden Beziehungen verdeutlicht. Aktuelle Version: 3.0. Noch nicht enthalten: unsere neueste Serie im Blog zum Thema "Bindungsangst", die in Version 3.1 folgt.
» Größe:  1.0 MiB
» Datum: 15. Mai 2010 (letzte Aktualisierung)
» Abrufe: 40,544

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