Sich zu schnell auf neue Beziehungen einlassen

Scherben bringen nicht immer Glück. Foto: Tim Reckmann, pixelio.de
Scherben bringen nicht immer Glück. Foto: Tim Reckmann, pixelio.de

 

Lernen wir einen neuen Menschen kennen, und fühlen wir uns mit ihm geborgen und wohl, der Sex ist auch noch verdammt gut und es bestehen gemeinsame Interessen, ja, wer möchte diesen Menschen sofort wieder gehen lassen?

Lebenslanges Lernen als Voraussetzung

Dieser Artikel richtet sich an Menschen, die sich fragen, warum sie nie den/die Richtige(n) finden. Dieser Beitrag richtet sich auch an die Menschen, deren Beziehungen immer wieder aufs neue zerbrechen – viele davon sehr schmerzhaft. Ebenso an die Menschen, die trotz zahlreicher sexueller Affären sich tief im Herzen sehnsüchtig einen festen Partner wünschen, aber nicht über die Bettkante hinaus kommen. Sowie an die Menschen, die Polyamorie mit Sex-Freundschaften (engl. „Fuck Buddies“) verwechseln, sich in Wirklichkeit aber Nähe und Verbindlichkeit herbei sehnen – einen einzigen Menschen, der Freund, Liebhaber und Partner zugleich sein kann. Aber auch an die Menschen, die immer wieder in Abhängigkeiten geraten, die in einem Disaster enden.

Wer sich nach einer zufriedenen, längeren Partnerschaft sehnt, muss lernen…statt nur hedonistischen Spaß zu suchen. Und sich von der Vorstellung lösen, dass eine zufriedene, stabile Partnerschaft von alleine entsteht, nur weil der Sex am Anfang gut läuft.

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Freundschaft zwischen Mann und Frau – ohne Sex?

Foto: S.v.Gehren, pixelio.de

Heute möchte ich mich dem Thema Freundschaft zwischen den Geschlechtern widmen.

Geht so etwas überhaupt, Freundschaft zwischen Mann und Frau, ganz ohne Beziehung – oder sagen wir mal: ohne erotischen Kontakt?

Oder funktionierte das nur in der Kindheit?

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Bindungsängstliche Menschen: Beruflich erfolglos?

Warum sind bindungsängstliche Menschen erfolglos und lieblos, auch in ihrem Berufsleben?

Stefanie StahlStefanie Stahl: Bindungsängstliche sind nicht zwangsläufig beruflich erfolglos. Im Gegenteil, manche von ihnen sind sogar sehr erfolgreich, weil sie sich in ihrer Karriere nicht von persönlichen Bindungen und Familie aufhalten lassen. Andere hingegen sind tatsächlich aufgrund ihres Problems auch beruflich wenig erfolgreich, weil ihr Widerwillen sich festzulegen und Erwartungen anzupassen, sie dazu verleitet, auch in beruflichen Beziehungen immer wieder auszubrechen beziehungsweise abzubrechen.

Mit der Freundschaft verhält es sich ähnlich: Bei manchen Bindungsängstlichen wird ihr Problem nur in Liebesbeziehungen virulent und sie können gute und verbindliche Freunde sein. Andere tun sich hingegen auch in Freundschaften schwer, sich verbindlich zu verhalten und gewisse Erwartungen, die auch in Freundschaften nicht ausbleiben können, zu erfüllen. Wie gesagt, sind Bindungsängstliche beständig um ihre persönliche Autonomie und Freiheit besorgt. Diese Ich-Angst kann ihnen auch Freundschaften erschweren. Der Mechanismus – beruflich und freundschaftlich – ist stets der Gleiche: Du willst, dass ich die Vase links hinstelle, also stelle ich sie nach rechts!


Lesen Sie im nächsten Teil:
Die Bindungsangst und das Selbstwertgefühl