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Jürgen Christ

Foto: Wilhelmine Wulff, pixelio.de
In meinen letzten Morgengedanken zum Thema “Trennung” schrieb ich über den stillen Abschied vom Ex-Partner und schlug vor, sich bei ihm zu bedanken. Sicherlich funktioniert das nicht in allen Fällen und braucht seine Zeit. Gerade Paare, die sich im Streit getrennt haben oder bei denen Verletzungen aus der Beziehung sehr tief sitzen, sollten sich eher davor hüten, dem oder der Ex dafür auch noch zu danken. Trennungsaggressionen sind in dem Falle eine natürliche und gesunde Reaktion – ohne jedoch körperliche Gewalt auszuüben. Nur wer hassen kann, ist später auch in der Lage, zu verzeihen, schrieb der Psychotherapeut Heinz-Peter Röhr in einem seiner Bücher. Ebenso rät die Psychotherapeutin Stefanie Stahl in ihrem Buch “Jein!” den Ex-Partnern von Bindungsängstlichen zu Trennungsaggressionen, um die – zumeist sehr leidvolle – Beziehung zu überwinden.
Drei simple Tipps für gesunde Trennungsaggressionen aus schmerzhaften Beziehungen…
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Jürgen Christ

Foto: Thorben Wengert, pixelio.de
Sich von einem geliebten Partner zu trennen, ist schwer. Manche Menschen leiden sehr darunter. Oft gibt es auch keine Gelegenheit, sich wirklich in Ruhe und Friede zu verabschieden. Zu schwer wiegen die ausgesprochenen oder geschriebenen Worte und die damit verbundenen Schmerzen. Vor allem dann, wenn der andere Mensch noch lebt – und schweigt – und wir das Gespräch suchen. Zu stark verbleibt da noch die Hoffnung, es “könnte ja doch noch gehen”. Obwohl es schon lange nicht mehr ging, zu viele Scherben entstanden waren, die wir nicht mehr sehen wollten.
Wenn ich schreibe “Danke sagen!”, meine ich es nicht wortwörtlich, im Sinne von “sagen, aussprechen”. Ich denke eher an beispielsweise die Tipps der amerikanischen Psychologin Dr. Susan Forward, die in ihrem Buch “Die dunkle Seite der Liebe” empfiehlt, Briefe an den oder die Ex zu schreiben, sie aber nicht abzusenden, sondern in einer Art Ritual zu verbrennen oder sie mit einem Stück Holz zu verbinden und auf einen Fluss zu legen.
In meinem Bekanntenkreis gibt es derzeit zahlreiche Trennungen und mein Telefon läutet wieder mal häufiger. Nur bin ich wieder weder Therapeut, noch Helfer. Aber ich fand heute eine kleine Weisheit von Paul Coelho auf meiner Festplatte wieder, die mir in ähnlichen Zeiten mal geholfen hat und die ich gerne mit Euch teilen möchte.
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Jürgen Christ
In einer Zeit von Facebook, studiVZ und anderen virtuellen Internet-Communities fällt es uns recht einfach, anderen Menschen zum Geburtstag zu gratulieren. Die Geburtstage sind meist elektronisch in Datenbanken hinterlegt. Unsere virtuellen Freunde werden automatisch daran erinnert, dass wir Geburtstag haben. Seitdem ich in diesen virtuellen Netzwerken aktiver bin, haben mir noch niemals zuvor so viele Menschen gratuliert, darunter auch Menschen, die ich niemals zuvor persönlich kennen gelernt habe. Zu oft sind es automatisierte Glückwünsche, die auch Stress bereiten, weil ich mir nicht dutzende eCards (elektronische Glückwunschkarten) oder jedes Happy-Birthday-Video bei Youtube anschauen kann.
Andererseits verlernen mehr und mehr Menschen einfach nur mal “Danke” zu sagen.
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