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	<title>Die kleine Liebesfibel &#187; Beziehungsabhängigkeit</title>
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	<description>Praxisratgeber für zufriedene und gesunde Partnerschaft</description>
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		<title>Thema &#8216;Sexsucht&#8217; &#8211; von Dr. Bernhard M&#228;ulen</title>
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		<pubDate>Sun, 02 May 2010 19:04:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gastautoren]]></category>
		<category><![CDATA[Interne News]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungsabhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Sexsucht]]></category>

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		<description><![CDATA[Als neuen Autor f&#252;r &#8220;Die kleine Liebesfibel&#8221; konnten wir Dr. Bernhard M&#228;ulen gewinnen. Er ist Arzt f&#252;r Psychiatrie und Psychotherapie mit eigener Praxis in Villingen im Schwarzwald &#8211; und t&#228;tig als Paartherapeut. 
Was ist Sexsucht &#252;berhaupt? Betrifft es nur M&#228;nner und Frauen, die &#8220;es&#8221; zu oft wollen? Weit gefehlt. Einige Deutsche sind sexs&#252;chtig, ohne es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als neuen Autor f&#252;r &#8220;Die kleine Liebesfibel&#8221; konnten wir Dr. Bernhard M&#228;ulen gewinnen. Er ist Arzt f&#252;r Psychiatrie und Psychotherapie mit eigener Praxis in Villingen im Schwarzwald &#8211; und t&#228;tig als <a href="http://sites.google.com/site/docmaeulen/home">Paartherapeut</a>. </p>
<p>Was ist Sexsucht &#252;berhaupt? Betrifft es nur M&#228;nner und Frauen, die &#8220;es&#8221; zu oft wollen? Weit gefehlt. Einige Deutsche sind sexs&#252;chtig, ohne es zu wissen. Sexsucht ist nicht erst seit dem deutschen Film &#8220;Zweiohrk&#252;ken&#8221; (Til Schweiger) &#8211; und der damit verbundenen gesellschaftlichen Aufmerksamkeit &#8211; eine ernstzunehmende, medizinisch anerkannte Erkrankung.</p>
<p><span id="more-1117"></span></p>
<p>Der Fachbeitrag zum Thema &#8220;Sexsucht&#8221; in der n&#228;chsten Version des E-Books, <a href="/download/">der Version 3.0</a>, erschien bereits als Fachbeitrag in einem Tagungsband der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Suchtmedizin (<a href="http://www.dgds.de">DGS</a>)*. </p>
<p>Sein Artikel richtet sich zwar in erster Linie an Mediziner, ist aber nach meiner Ansicht leicht verst&#228;ndlich, auch f&#252;r Nicht-Fachleute beziehungsweise Betroffene nachvollziehbar &#8211; Drucken Sie ihn ggfls. f&#252;r Ihren Hausarzt oder Psychotherapeuten aus. </p>
<p><a href="http://sites.google.com/site/docmaeulen/biobernhardmaeulen">Was Dr. M&#228;ulen auf seiner Website &#252;ber sich als Mann pers&#246;nlich schreibt</a>, k&#246;nnte auch M&#228;nner ab 40 interessieren, die sich selber prim&#228;r nicht als sexs&#252;chtig ansehen.  </p>
<p>Die <a href="/download/">Version 3.0 des E-Books &#8220;Die kleine Liebesfibel&#8221;</a> mit seinem Artikel ist bereits erschienen. </p>
<p><small>* Schriftenreihe der DGDS e.V. Band 3, Suchtmedizin &#8211; aktuell, ISBN 3-86135-112-9. Ver&#246;ffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Vorstands der DGS.</small></p>
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		<title>Der Selbstbetrug mit Internet-Singleb&#246;rsen und Kontaktanzeigen</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 19:32:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Morgengedanken]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer sehnt sich nicht nach einer erf&#252;llten Partnerschaft? Singles, die einen Partner suchen, bieten Kontaktanzeigen in Zeitschriften, &#252;ber Partnervermittlungsagenturen und Internet-Singleb&#246;rsen scheinbar scheinbar die ideale L&#246;sung. Ein Mangel an Zeit, sei es durch Beruf oder Kinder, ist dabei h&#228;ufig das Hauptargument f&#252;r diesen gew&#228;hlten Weg. Oder die technischen M&#246;glichkeiten, die Hoffnungen sch&#252;ren, den idealen Partner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sehnt sich nicht nach einer erf&#252;llten Partnerschaft? Singles, die einen Partner suchen, bieten Kontaktanzeigen in Zeitschriften, &#252;ber Partnervermittlungsagenturen und Internet-Singleb&#246;rsen scheinbar scheinbar die ideale L&#246;sung. Ein Mangel an Zeit, sei es durch Beruf oder Kinder, ist dabei h&#228;ufig das Hauptargument f&#252;r diesen gew&#228;hlten Weg. Oder die technischen M&#246;glichkeiten, die Hoffnungen sch&#252;ren, den idealen Partner zu finden. Dabei entpuppen wir uns sp&#228;ter h&#228;ufig als L&#252;gner und Selbstbetr&#252;ger, ohne es zu merken. Sowohl Suchende als auch die, die darauf antworten. Selbst dann, wenn die kommerziellen Anbieter sich redliche M&#252;he geben, ihr Gesch&#228;ft seri&#246;s zu gestalten. Sie sind aber nichts anderes als Verk&#228;ufer von Tr&#228;umen. Wie Filmregisseure und Schriftsteller von Liebesromanen. Und wir nichts anderes als die Menschen, die ihr Gl&#252;ck im &#196;u&#223;eren suchen.</p>
<p><span id="more-995"></span></p>
<p><span style="font-weight: bold;">Vorweihnachtszeit und romantische Melancholie </span></p>
<p>Wenn wir uns Profile in den Internet-Singleb&#246;rsen anschauen, bestehend aus wichtigen Fragestellungen wie &#8220;Wie soll mein Traumpartner aussehen?&#8221; oder ausgekl&#252;gelten &#8211; von Psychologen entwickelten &#8211; Pers&#246;nlichkeitstests, sind es kritisch betrachtet Verf&#252;hrer zur L&#252;ge und zum Selbstbetrug, was nicht bedeutet, dass die Angebote schlecht beziehungsweise unseri&#246;s sind. Im Grunde genommen bed&#252;rfen aber nicht sie eines genauen Hinsehen, sondern die Angebote der Suchenden &#8211; vor allem in der Vorweihnachtszeit, wenn Romantik und Melancholie Hochkonjunktur haben:</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Wer annonciert und vor allem warum? Welche Menschen sind das? Was steckt dahinter?</span></p>
<ul>
<li>aus Angst, nicht alleine sein zu k&#246;nnen, manchmal sogar aus der Not des &#8220;Verlassen <em>seins</em>&#8220;,</li>
<li>aus Wut und Frust auf den oder die Ex,</li>
<li>aus Angst vor fester Bindung, auf Abstand halten, per E-Mail, ohne das Bed&#252;rfnis nach tats&#228;chlicher N&#228;he,</li>
<li>durch gesellschaftlichen Druck durch Freunde, Arbeitgeber, Eltern,</li>
<li>aus romantisch verkl&#228;rten Gr&#252;nden, der Suche nach dem Traumprinzen oder nach der Traumprinzessin, selbst noch mit 40plus,</li>
<li>aus krankhaften Gr&#252;nden, Sucht wie nach Abh&#228;ngigkeitsbeziehungen und Sex, die Sucht nach altem Schmerz und Verletzung,</li>
<li>aus Einsicht, aber therapeutischen Gr&#252;nden, um alten Schmerz mit dem neuen Partner zu &#252;berwinden,</li>
<li>aus scheinbarer &#8220;Notgeilheit&#8221;, die eher dem verzweifelten Versuch von k&#246;rperlicher N&#228;he entspricht,</li>
<li>aus Liebe f&#252;r den oder die Ex, mit der Hoffnung mit dem neuen Partner das alte, negative aus der Beziehung zu &#252;berwinden,</li>
<li>aus Geldnot oder anderweitigen materialistischen Dingen,</li>
<li>&#8230; aus einer nat&#252;rlichen Einsamkeit mit der Hoffnung auf diesem Wege den richtigen Partner zu finden.</li>
</ul>
<p><!--more--></p>
<p><span style="font-weight: bold;">Geldbeutel und Seele leer</span></p>
<p>W&#252;rde ich eine Umfrage starten, w&#252;rden vermutlich die meisten Teilnehmer an der Umfrage den letzten Punkt ankreuzen &#8211; und sich in der Realit&#228;t anders verhalten. Zwischen unserem Wunschdenken und der Realit&#228;t klaffen im heutigen Zeitalter immer gr&#246;&#223;ere L&#252;cken, deren Schlie&#223;ung durch Konsum versprochen wird. Reine Liebe hat sich zum kommerziellen Produkt entwickelt. Ob durch den &#8220;Markt der Single-B&#246;rsen&#8221;, Ersatzbefriedigung und tr&#252;gerische Hoffnungen wie so manchem esoterischen Workshop, der Heilung und Liebe verspricht. Die Virtualit&#228;t &#8211; das Nicht-Vorhandene &#8211; weckt unsere tiefsten W&#252;nsche und Bed&#252;rfnisse und gibt uns f&#252;r wenige Minuten eine Hoffnung und Befriedigung, auch wenn der Geldbeutel dabei so leer wird wie unsere Seele.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Erwachsen werden mit dem lieben Christkind</span><br style="font-weight: bold;" /><br />
Was ist aber, wenn wir bei uns selbst anfangen? Dabei lernen, uns wieder an Urbed&#252;rfnisse zu besinnen? Schauen, was wir brauchen, nicht das, was wir scheinbar wollen? Wenn wir bewusst leben, statt virtuell von Maschinen abh&#228;ngig zu werden &#8211; wie im Internet? Die Angst vor der N&#228;he &#252;berwinden, uns einlassen und wieder loslassen k&#246;nnen, wenn es nicht das ist, was wir brauchen? Auf Kontaktanzeigen verzichten, um im Alltag die Augen offen zu halten. Auch wenn uns die Bilder im Hirn manchmal einen Streich spielen, uns eher an den Sch&#246;nheitsidealen und Wunschzetteln fest klammern, statt die Liebe zu sp&#252;ren, die uns Menschen geben k&#246;nnen, die scheinbar &#8211; auf den ersten Blick &#8211; nicht unserem Geschmack (oder dem, der Freundinnen und Freunde) entsprechen? Was w&#228;re, wenn wir in unsere Seele schauen und alten Beziehungsschmerz &#8211; oder den, den wir vielleicht durch unsere Eltern kennen &#8211; nicht mehr in Beziehungen tragen w&#252;rden, unseren Partnern Vorw&#252;rfe machen? Was tut mehr weh? Sich eine Auszeit f&#252;r sich selbst zu g&#246;nnen, um alten Ballast abzuwerfen, seelisch aufzur&#228;umen &#8211; oder 20 Euro monatlich zu opfern, um den idealen Partner zu finden? Die, denen es finanziell an nichts mangelt, werden sich vielleicht f&#252;r den zweiten Punkt entscheiden. Mit allen Konsequenzen. Sie werden stets kontrollieren und manipulieren; Argument: Hauptsache, mein Geld ist gut investiert. So lange, wie sie glauben, dass es funktioniert und bis sie so leiden, weil sie feststellen, dass ihr Kartenhaus und ihre Lebensl&#252;ge zusammen gefallen ist. Wie die L&#252;ge vom Christkind, dem wir viele Jahre die Wunschzettel geschickt haben, bis wir gemerkt haben, dass er bei unseren Eltern gelandet ist, denen wir teilweise noch heute ihre W&#252;nsche erf&#252;llen; auch wenn sie l&#228;ngst tot oder so alt sind, dass sie es l&#228;ngst vergessen haben. Er-wachsen werden bedeutet wohl nicht so zu tun, als seien wir erwachsen, sondern das Wachsen Tag f&#252;r Tag zu leben, ob mit 30, 40 oder 60 Menschenjahren.</p>
<p>Frohe Advents- und Feiertage!</p>
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		<title>Online-Umfrage zur Beziehungssucht</title>
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		<pubDate>Tue, 19 May 2009 15:36:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Studien / Umfragen]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungsabhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Co-Abhängigkeit]]></category>
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		<description><![CDATA[Barbara Michorl, Studentin der Psychologie an der Universit&#228;t Klagenfurt, in K&#228;rnten, bat mich um Mithilfe. Sie schreibt an einer Diplomarbeit zum Thema „Weibliche Beziehungssucht – eine empirische Studie” und f&#252;hrt derzeit eine anonyme Online-Umfrage unter Frauen durch.
Wenn Sie am Thema interessiert und selber betroffen sind, tragen Sie mit Ihren anonymen Angaben zu einer weiteren Verbreitung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Barbara Michorl, Studentin der Psychologie an der Universit&#228;t Klagenfurt, in K&#228;rnten, bat mich um Mithilfe. Sie schreibt an einer Diplomarbeit zum Thema <strong>„Weibliche Beziehungssucht – eine empirische Studie”</strong> und f&#252;hrt derzeit eine anonyme Online-Umfrage unter Frauen durch.</p>
<p>Wenn Sie am Thema interessiert und selber betroffen sind, tragen Sie mit Ihren anonymen Angaben zu einer weiteren Verbreitung und Erforschung des Themas bei. </p>
<p>Die Umfrage wird drei Monate im Netz erreichbar sein, also bis zirka Ende August 2009. Nach der Auswertung wird Barbara Michorl ihre Ergebnisse im Web ver&#246;ffentlichen. </p>
<p>Hier geht es zur Online-Umfrage zur „<a href="http://wwwu.edu.uni-klu.ac.at/~m4maier/michorl/" title="Weibliche Beziehungssucht">Weibliche Beziehungssucht</a>”</p>
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		<title>Artikelserie &#8216;Beziehungssucht&#8217; als Dossier</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 16:14:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Artikelserie zum Thema &#8216;Beziehungssucht, Beziehungsabh&#228;ngigkeit&#8217; ist nun auch als Dossier im Format PDF erschienen.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Artikelserie zum Thema &#8216;Beziehungssucht, Beziehungsabh&#228;ngigkeit&#8217; ist nun auch als Dossier im Format PDF erschienen.</p>
Note: There is a file embedded within this post, please visit this post to download the file.
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		<title>Selbstheilung oder Fremdtherapie?</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Apr 2009 05:53:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Barbara Kiesling</dc:creator>
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		<description><![CDATA[K&#246;nnen sich Betroffene selber helfen, zum Beispiel durch Information oder durch das Lesen von B&#252;chern? Oder ist immer eine Therapie notwendig?
Das Informieren &#252;ber die Zusammenh&#228;nge, die das partnerschaftliche Leben bestimmen, scheint mir von gro&#223;er Bedeutung. Anderenfalls w&#252;rden wir Menschen blind durch die Welt gehen. Das Wissen um die theoretischen Hintergr&#252;nde ist besonders f&#252;r diejenigen, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>K&#246;nnen sich Betroffene selber helfen, zum Beispiel durch Information oder durch das Lesen von B&#252;chern? Oder ist immer eine Therapie notwendig?</strong></p>
<p>Das Informieren &#252;ber die Zusammenh&#228;nge, die das partnerschaftliche Leben bestimmen, scheint mir von gro&#223;er Bedeutung. Anderenfalls w&#252;rden wir Menschen blind durch die Welt gehen. Das Wissen um die theoretischen Hintergr&#252;nde ist besonders f&#252;r diejenigen, die in Abh&#228;ngigkeitsbeziehungen leben, wichtig, damit sie sich in ihren zeitweilig unverst&#228;ndlichen Reaktionen besser verstehen k&#246;nnen. Oft lehnen sich diese Menschen ohnehin schon ab. Wenn sie sich nun auch noch Vorw&#252;rfe wegen ihres Verhaltens machen m&#252;ssten, besteht die Gefahr, dass sie sich selbst immer mehr ablehnen. Das kann zu regelrechtem Selbsthass f&#252;hren.</p>
<p><span id="more-712"></span></p>
<p>Aber auch die Allgemeinheit sollte sich informieren. Es gibt leider noch viele Menschen, die den Betroffenen in Abh&#228;ngigkeitsbeziehungen kopfsch&#252;ttelnd gegen&#252;berstehen und so lapidare Statements abgeben wie: „Sollen sie sich doch trennen! Da kann man ja kein Verst&#228;ndnis haben.“ In solchen Aussagen spiegelt sich vermutlich nicht nur Ignoranz, sondern auch Abwehr wider. M&#246;glicherweise spielt hier deren eigene Angst, sich mit den schmerzlichen Hintergr&#252;nden zu befassen, eine Rolle.<br />
Es ist ohnehin noch viel Aufkl&#228;rung n&#246;tig. Aus diesem Grund finde ich das Engagement der „LIEBESFIBEL“ au&#223;erordentlich gut und lobenswert. Die Redaktion &#252;bernimmt eine wichtige Aufgabe.</p>
<p>Leider f&#252;hrt das theoretische Wissen nicht automatisch auch zur Heilung. Selbst ernstgemeinte Versuche, sich selbst zu helfen, scheitern meist an den Abwehrmechanismen. Diese halten schmerzhafte Gef&#252;hle von uns Menschen fern. Das hei&#223;t, wenn jemand unbedingt die Ursachen seines Scheiterns in „Liebesbeziehungen“ erforschen m&#246;chte, werden die Abwehrmechanismen ihn daran hindern. Und zwar so lange, bis er in der Lage ist, die schmerzhaften Gef&#252;hle aushalten zu k&#246;nnen, die bislang noch in der Verdr&#228;ngung auf ihre Befreiung warten.</p>
<p>Vielleicht ist das aber schon bald gar nicht mehr n&#246;tig. In letzter Zeit haben sich zahlreiche Therapiemethoden durchgesetzt, mit denen es m&#246;glich ist, Traumata und Blockaden unter Umgehung des Bewusstseins aufzul&#246;sen. Hierzu geh&#246;ren s&#228;mtliche K&#246;rpertherapien.</p>
<p><em>*** Ende der Serie &#8216;Beziehungsabh&#228;ngigkeit&#8217; von Dr. Barbara Kiesling ***</em></p>
<p><em>&#8230;. zur&#252;ck zu Teil -1- der Serie: &#8220;<a title="http://liebesfibel.de/kann-liebe-krank-machen/" href="http://liebesfibel.de/kann-liebe-krank-machen/">Kann Liebe &#252;berhaupt krank machen?</a>&#8221;<br />
</em></p>
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		</item>
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		<title>Was kann ich selbst f&#252;r eine gl&#252;ckliche Beziehung tun?</title>
		<link>http://liebesfibel.de/was-kann-ich-selbst-fuer-eine-glueckliche-beziehung-tun/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 06:23:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Barbara Kiesling</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beziehungssucht]]></category>
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		<description><![CDATA[Was kann man tun, um seine seelischen Strukturen zu ver&#228;ndern, damit man zu einer gl&#252;cklichen Beziehung f&#228;hig ist?
Der Erwachsene hat kaum M&#246;glichkeiten, seine seelischen Strukturen ohne Fremdhilfe zu beeinflussen. Sie sind weitgehend durch unsere Kindheitserlebnisse festgelegt. Der bekannte Neurobiologe Joachim Bauer erkl&#228;rt, dass s&#228;mtliche Erfahrungen, die der S&#228;ugling durch seine Mutterfigur macht, vom Gehirn in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was kann man tun, um seine seelischen Strukturen zu ver&#228;ndern, damit man zu einer gl&#252;cklichen Beziehung f&#228;hig ist?</strong></p>
<div id="attachment_649" class="wp-caption alignleft" style="width: 178px"><strong><img class="size-medium wp-image-649" title="herzschatten1" src="http://liebesfibel.de/wp-content/uploads/herzschatten1-300x225.jpg" alt="Foto: Photocase.com" width="168" height="126" /></strong><p class="wp-caption-text">Foto: Stefan Willuda (Photocase.com)</p></div>
<p>Der Erwachsene hat kaum M&#246;glichkeiten, seine seelischen Strukturen ohne Fremdhilfe zu beeinflussen. Sie sind weitgehend durch unsere Kindheitserlebnisse festgelegt. Der bekannte Neurobiologe Joachim Bauer erkl&#228;rt, dass s&#228;mtliche Erfahrungen, die der S&#228;ugling durch seine Mutterfigur macht, vom Gehirn in bioelektrische Impulse umgewandelt und eingespeichert werden. Dies f&#252;hrt zur Entstehung von Nervenzell-Verkn&#252;pfungen, sogenannten Synapsen. Die „Konstruktion“ der Nervenzell-Netzwerke h&#228;ngt also von den Erfahrungen, insbesondere von den Beziehungserfahrungen ab.  Durch diese Vorgaben wird im Verlaufe der Kindheit im Gehirn ein Programm aufgebaut, nach dem der Mensch sp&#228;ter seine eigenen zwischenmenschlichen Beziehungen gestaltet. Das Erleben und Verhalten in seinen Beziehungen folgt also &#252;berwiegend einem fr&#252;h angelegten, automatisch angewandten Programm.</p>
<p><span id="more-607"></span></p>
<p><strong>Verantwortung f&#252;r sich selbst</strong></p>
<p>Bei einer H&#228;ufung bedrohlicher Erfahrungen in der Kindheit bilden sich die neuronalen Netzwerke in der Weise aus, dass k&#252;nftige Situationen, die auch nur ann&#228;hernd an das Zur&#252;ckliegende erinnern, als bedrohlich interpretiert werden.  Dementsprechend wird der betroffene Mensch zeitweilig mit heftigen Affekten reagieren, obwohl in der &#228;u&#223;eren Situation vielleicht gar keine Veranlassung hierf&#252;r gegeben ist. F&#252;r Au&#223;enstehende sind jene unangemessenen Reaktionen v&#246;llig unverst&#228;ndlich. Solche Szenarien k&#246;nnen wir in Misshandlungsbeziehungen beobachten. F&#252;r die Handelnden selbst erscheint das Verhalten r&#228;tselhaft. Sie k&#246;nnen hinterher oft nicht sagen, weshalb sie so reagiert haben. Da ihnen die Erinnerung an die ma&#223;geblichen Erfahrungen nicht mehr zug&#228;nglich ist, wissen sie nicht, dass ihr inneres Programm ein eigentlich harmloses Ereignis irrt&#252;mlich als Gefahr eingesch&#228;tzt hat. Die einst in ihrem Gehirn gespeicherten Vorstellungen und Bilder bleiben zeitlebens f&#252;r das Erleben und das daraus hervorgehende Verhalten wirksam. Es sei denn, es erfolgt eine Korrektur durch therapeutische Ma&#223;nahmen. Dies ist m&#246;glich. Neurobiologen haben festgestellt, dass sich die Gehirnstrukturen durch eine Psychotherapie ver&#228;ndert haben. Auch durch stetige Meditation konnten erkennbare Ver&#228;nderungen hervorgerufen werden. Wenn also jemand stets ungl&#252;cklich in seinen Liebesbeziehungen ist, dann k&#246;nnte er einen Therapeuten aufsuchen, um sich von diesem das geben zu lassen, was er als Kind entbehrt hat. Oder er beginnt konsequent mit dem Meditieren. Darin w&#252;rde sich gleichzeitig auch die Verantwortungs&#252;bernahme f&#252;r das eigene Leben spiegeln. Das ist eine erwachsene Haltung. Allein schon dadurch k&#246;nnten Wandlungsprozesse im Leben dieses Menschen eintreten.</p>
<p>Lesen Sie im n&#228;chsten und letzten Teil unserer Serie zur &#8216;Beziehungssucht&#8217;:</p>
<p><a title="http://liebesfibel.de/selbstheilung-oder-fremdtherapie/" href="http://liebesfibel.de/selbstheilung-oder-fremdtherapie/"><em>&#8220;K&#246;nnen sich Betroffene selber helfen, zum Beispiel durch Information oder durch das Lesen von B&#252;chern? Oder ist immer eine Therapie notwendig?&#8221;</em></a></p>
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		<title>Warum wird Beziehungsabh&#228;ngigkeit nicht als Krankheit anerkannt?</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 09:24:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Barbara Kiesling</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Warum wird eine &#8211; destruktive &#8211; Beziehungsabh&#228;ngigkeit nicht international als Krankheit anerkannt?
Ich kenne die offizielle Debatte leider nicht. Ich kann mir lediglich im Einzelfall vorstellen, dass es schwierig f&#252;r einen Betroffenen sein wird, seine Beziehungsabh&#228;ngigkeit als Krankheit anerkennen zu lassen. Eine Beziehungsabh&#228;ngigkeit verl&#228;uft anders als andere Suchterkrankungen. Jeder andere Suchtkranke ist in der Regel permanent [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Warum wird eine &#8211; destruktive &#8211; Beziehungsabh&#228;ngigkeit nicht international als Krankheit anerkannt?</strong></p>
<p>Ich kenne die offizielle Debatte leider nicht. Ich kann mir lediglich im Einzelfall vorstellen, dass es schwierig f&#252;r einen Betroffenen sein wird, seine Beziehungsabh&#228;ngigkeit als Krankheit anerkennen zu lassen. Eine Beziehungsabh&#228;ngigkeit verl&#228;uft anders als andere Suchterkrankungen. Jeder andere Suchtkranke ist in der Regel permanent von seinem Suchtstoff abh&#228;ngig. Beziehungsabh&#228;ngige k&#246;nnen aber – beispielsweise wenn sie doch einmal die Trennung von ihrem Partner geschafft haben &#8211; v&#246;llig unauff&#228;llig und „normal“ leben. Die Beziehungssucht ist an eine Voraussetzung gebunden: Es muss ein Partner existieren, von dem die Betroffenen abh&#228;ngig sind. Fehlt ein Partner, w&#252;rde niemand vermuten, dass sie unter einer Abh&#228;ngigkeit leiden. Ihnen ist das nicht anzumerken. Die zuweilen erkennbaren Symptome wie zum Beispiel Depressionen lassen sich schlie&#223;lich auch bei einem Gro&#223;teil der Bev&#246;lkerung diagnostizieren.</p>
<p><span id="more-779"></span></p>
<p>Gerade wegen der Gebundenheit an ein „Liebesobjekt“ deutet die Beziehungsabh&#228;ngigkeit aus meiner Sicht  besonders auf ihre Urspr&#252;nge hin. Die Anerkennung destruktiver Beziehungsabh&#228;ngigkeit als Krankheit oder zumindest als „psychische Behinderung“ w&#252;rde voraussetzen, dass man sich mit diesen Urspr&#252;ngen auseinandersetzt. M&#246;glicherweise spielen hierbei wiederum die Abwehrmechanismen eine Rolle: Meine eigenen alten Wunden werden ber&#252;hrt, wenn ich mich mit den Ursachen psychischen Leidens besch&#228;ftige. All das bisher Verdr&#228;ngte wird dann ins Bewusstsein flie&#223;en. Wenn ich dem nicht gewachsen bin, sch&#252;tzt mich die Abwehr davor. Sie sorgt daf&#252;r, dass aufkommende Gef&#252;hle gleich wieder aus meinem Bewusstsein entfernt werden. Doch damit w&#252;rde der gesamte Komplex  aus meinem Blickfeld geraten. Ich h&#228;tte dann keinen Zugang mehr zu den seelischen Leidenszust&#228;nden. Weder zu meinen eigenen noch zu denen der anderen.</p>
<p>Lesen Sie im n&#228;chsten Teil unserer Serie &#8216;Beziehungssucht&#8217;:</p>
<p><em>&#8220;<a title="http://liebesfibel.de/was-kann-ich-selbst-fuer-eine-glueckliche-beziehung-tun/" href="http://liebesfibel.de/was-kann-ich-selbst-fuer-eine-glueckliche-beziehung-tun/">Was kann ich selbst f&#252;r eine gl&#252;ckliche und zufriedene Beziehung tun?</a>&#8220;</em></p>
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		<title>Welche Rolle spielt die Sexsucht?</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Apr 2009 11:09:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Barbara Kiesling</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Abh&#228;ngigkeiten jeder Art entstehen – wie bereits mehrfach erw&#228;hnt – auf der Basis traumatischer Kindheitserfahrungen.  Bei traumatisierten Menschen kann sich eine Vielzahl unterschiedlicher St&#246;rungsbilder entwickeln. Welche dies im Einzelnen sind, h&#228;ngt von verschiedenen, nahezu un&#252;berschaubaren Faktoren ab. Gegen&#252;ber den sogenannten substanzgebundenen S&#252;chten, bei denen der Suchtkranke von Substanzen wie Drogen, Alkohol oder Nikotin abh&#228;ngig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Abh&#228;ngigkeiten jeder Art entstehen – wie bereits mehrfach erw&#228;hnt – auf der Basis traumatischer Kindheitserfahrungen.  Bei traumatisierten Menschen kann sich eine Vielzahl unterschiedlicher St&#246;rungsbilder entwickeln. Welche dies im Einzelnen sind, h&#228;ngt von verschiedenen, nahezu un&#252;berschaubaren Faktoren ab. Gegen&#252;ber den sogenannten substanzgebundenen S&#252;chten, bei denen der Suchtkranke von Substanzen wie Drogen, Alkohol oder Nikotin abh&#228;ngig ist, und den sogenannten prozessgebundenen S&#252;chten wie Spiel- oder Arbeitssucht, hat die Sexsucht aus meiner Sicht eine ganz besondere Bedeutung. Zeigt sich doch darin sehr anschaulich, woran diese Menschen kranken: n&#228;mlich an der Sehn-Sucht nach einem tiefen Austausch mit einem anderen Menschen.  Letztlich ist es die Sehn-Sucht nach Liebe. Allerdings wird Liebe mit Sexualit&#228;t verwechselt.</p>
<p><span id="more-776"></span></p>
<p>Die Betroffenen haben wahrhaftige Liebe nie kennengelernt. Sie wissen gar nicht, wie es sich anf&#252;hlt, wirklich geliebt zu werden. Sie sind aus diesem Grund auch nicht in der Lage, sich selbst zu lieben. Und deshalb k&#246;nnen sie dieses tiefe Gef&#252;hl auch keinem anderen Menschen entgegenbringen.  Aufgrund ihrer Angst vor N&#228;he  stellt die Sexualit&#228;t f&#252;r sie die einzige M&#246;glichkeit dar, &#252;berhaupt einem anderen Menschen nahe zu sein. Das zeigte sich auch in meiner eigenen Untersuchung mit Frauen, die ihren Partner get&#246;tet haben: die Sexualit&#228;t hatte einen ganz zentralen Stellenwert in ihrem Denken eingenommen.</p>
<p>Meine Interviewpartnerinnen stellten es dar, als sei ihre Beziehung v&#246;llig intakt, solange nur der sexuelle Kontakt zum Partner ungest&#246;rt verlief. Das hei&#223;t, auch diese Frauen verwechselten regelm&#228;&#223;ig stattfindende sexuelle Kontakte mit Liebe. Die Qualit&#228;t einer Beziehung wird von vielen Paaren an der Frequenz ihrer Sexualkontakte gemessen. Wir finden dieses Ph&#228;nomen also auch in sogenannten „normalen“ Beziehungen. Diesbez&#252;glich muss jedoch differenziert werden: Wenn eine Beziehung harmonisch verl&#228;uft, haben die Partner tats&#228;chlich auch gerne und oft Sex miteinander. In einer intakten Beziehung ist n&#228;mlich das Begehren nicht beeintr&#228;chtigt. Umgekehrt weist jedoch regelm&#228;&#223;iger Geschlechtsverkehr nicht automatisch auf eine intakte Beziehung hin. Eine h&#228;ufige Frequenz sexueller Kontakte kann auch dem Zweck dienen, &#252;ber bestehende Konfliktlagen hinwegsehen zu helfen. Menschen, die in Abh&#228;ngigkeitsbeziehungen leben, brauchen sich aufgrund ihrer regelm&#228;&#223;igen sexuellen Begegnungen beispielsweise nicht mit ihrer Angst vor  N&#228;he zu besch&#228;ftigen. Schlie&#223;lich, so werden sie argumentieren,  kommen sie sich doch sehr nahe. In diesen F&#228;llen kann der vermeintlich „gute Sex“ &#252;ber die jeweils eigene Liebesunf&#228;higkeit hinwegt&#228;uschen.</p>
<p>Lesen Sie im n&#228;chsten Teil unserer Serie &#8216;Beziehungssucht&#8217;:</p>
<p><em>&#8220;<a title="http://liebesfibel.de/warum-wird-beziehungsabhaengigkeit-nicht-als-krankheit-anerkannt/" href="http://liebesfibel.de/warum-wird-beziehungsabhaengigkeit-nicht-als-krankheit-anerkannt/">Warum wird eine &#8211; destruktive &#8211; Beziehungsabh&#228;ngigkeit nicht international als Krankheit anerkannt?</a>&#8220;</em></p>
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		<title>Begleitende Probleme von Beziehungsabh&#228;ngigkeit</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 08:05:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Barbara Kiesling</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Haben Menschen, die beziehungsabh&#228;ngig sind, auch sonstige psychische Probleme?
Grunds&#228;tzlich ja. Ich begreife „Beziehungsabh&#228;ngigkeit“ ohnehin nicht als ein fest umrissenes Krankheitsbild. Wie ich in den vorangegangenen Antworten bereits betont habe, lassen sich Abh&#228;ngigkeiten und s&#228;mtliche sonstigen psychischen St&#246;rungen auf abtr&#228;gliche Erfahrungen im Kindesalter zur&#252;ckf&#252;hren.
Das ist erst einmal sehr pauschal gesagt. Es gibt im Leben eines Kindes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Haben Menschen, die beziehungsabh&#228;ngig sind, auch sonstige psychische Probleme?</p>
<p>Grunds&#228;tzlich ja. Ich begreife „Beziehungsabh&#228;ngigkeit“ ohnehin nicht als ein fest umrissenes Krankheitsbild. Wie ich in den vorangegangenen Antworten bereits betont habe, lassen sich Abh&#228;ngigkeiten und s&#228;mtliche sonstigen psychischen St&#246;rungen auf abtr&#228;gliche Erfahrungen im Kindesalter zur&#252;ckf&#252;hren.<br />
Das ist erst einmal sehr pauschal gesagt. Es gibt im Leben eines Kindes aber viele M&#246;glichkeiten, die ein sp&#228;teres psychisches Leiden abwenden k&#246;nnen. Jedes Kind w&#228;chst unter anderen Umst&#228;nden und  in anderen Konstellationen auf und macht dementsprechend auch eine andere Entwicklung durch. Da gibt es vielleicht im Leben mancher Kinder liebevolle Tanten oder Onkels, f&#252;rsorgliche Nachbarn, engagierte Erzieherinnen und Lehrer. Solche Menschen im Umfeld eines kleinen Kindes k&#246;nnen sehr viel abfangen. Deshalb stellen sie gewisserma&#223;en einen „Schutzfaktor“ dar.</p>
<p><span id="more-714"></span></p>
<p>Diejenigen, bei denen keine „Schutzfaktoren“ vorhanden sind, bleiben mit ihrem Leid allein. Das hat dann aber auch schwerwiegende Auswirkungen. Diese k&#246;nnen sich – je nach Temperament – unterschiedlich &#228;u&#223;ern. Viele fallen sp&#228;ter in eine Depression. Einige von ihnen begehen sogar Selbstmord. Ich habe an fr&#252;herer Stelle bereits erw&#228;hnt, dass die Statistik jedes Jahr allein in Deutschland 11 000 Selbstm&#246;rder aufweist. Man muss sich diese Anzahl an Menschen nur einmal  auf einem gro&#223;en Platz vorstellen. Andere wiederum versuchen, ihre qu&#228;lenden inneren Zust&#228;nde mit Drogen oder Alkohol „aufzul&#246;sen“. Bei ihnen ist – wie auch bei den Beziehungsabh&#228;ngigen – die Abh&#228;ngigkeit lediglich ein Symptom. Das Symptom einer zugrundeliegenden unausgeheilten Verletzung: N&#228;mlich der Verletzung des Selbstgef&#252;hls, der Verletzung des Ichs oder letztlich der Verletzung der Seele.</p>
<p>Lesen Sie im n&#228;chsten Teil unserer Serie &#8216;Beziehungssucht&#8217;:</p>
<p><em>&#8220;<a title="http://liebesfibel.de/welche-rolle-spielt-die-sexsucht/" href="http://liebesfibel.de/welche-rolle-spielt-die-sexsucht/">Welche Rolle spielt dabei die Sex-Sucht?</a>&#8220;</em></p>
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		<title>Warum haben Beziehungsabh&#228;ngige ein Problem mit N&#228;he?</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Apr 2009 06:17:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Barbara Kiesling</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beziehungssucht]]></category>
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		<category><![CDATA[Hörigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>

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		<description><![CDATA[Es klingt widersinnig, dass Beziehungsabh&#228;ngige ein N&#228;heproblem haben sollen. Wie passt das?
So paradox es auf den ersten Blick erscheinen mag: Diejenigen, die sich mit aller Vehemenz an ihren Partner klammern, haben tats&#228;chlich ein N&#228;heproblem. Die Paradoxie l&#246;st sich auf, wenn wir wiederum auf die Ursachen blicken: Die Betroffenen sind von ihren ersten „Liebespartnern“, also von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es klingt widersinnig, dass Beziehungsabh&#228;ngige ein N&#228;heproblem haben sollen. Wie passt das?</p>
<p>So paradox es auf den ersten Blick erscheinen mag: Diejenigen, die sich mit aller Vehemenz an ihren Partner klammern, haben tats&#228;chlich ein N&#228;heproblem. Die Paradoxie l&#246;st sich auf, wenn wir wiederum auf die Ursachen blicken: Die Betroffenen sind von ihren ersten „Liebespartnern“, also von ihren Eltern, oft schwer verletzt worden ohne sich wehren oder fortgehen zu k&#246;nnen. Als Kind waren sie ja wirklich abh&#228;ngig. Nun haben sie Angst vor einer Wiederholung und f&#252;rchten sich vor engen Beziehungen. Manche der Betroffenen konnten psychisch nicht reifen und sind in emotionaler Hinsicht Kinder geblieben. Sie sind trotz ihres Erwachsenenalters noch genau so abh&#228;ngig wie einst.</p>
<p><span id="more-717"></span></p>
<p>Ihre Sehnsucht nach Liebe ist unermesslich gro&#223;. Nicht nur, weil sich jeder Mensch nach Liebe sehnt. Sondern diese Menschen sehnen sich ja gleichzeitig auch nach Heilung. Ihr Organismus dr&#228;ngt darauf, die vers&#228;umten Entwicklungsschritte nachzuholen. So wenig sie auf der bewussten Ebene &#252;ber ihre inneren Beeintr&#228;chtigungen wissen, so deutlich ist ihnen das Ausma&#223; doch auf einer tieferen Ebene.</p>
<p>Deshalb sehnen sich diese Menschen mehr als gew&#246;hnlich. Gleichzeitig haben sie – oft unbewusst – Angst davor, nochmals so schwer verletzt zu werden. Sie haben aufgrund ihrer schmerzhaften Erfahrungen zum Schutz gewisserma&#223;en „ihr Herz verschlossen“. Das ist ein Reflex wie das Wegziehen der Hand, die zu nahe an die Herdplatte gekommen ist. Und so sehen wir von au&#223;en das Bild eines Menschen, der sich nach nichts so sehr sehnt wie nach Liebe, w&#228;hrend er gleichzeitig jeder Liebe flieht.</p>
<p>Lesen Sie im n&#228;chsten Teil unserer Serie &#8216;Beziehungssucht&#8217;:</p>
<p><em>&#8220;<a title="http://liebesfibel.de/begleitende-probleme-von-beziehungsabhaengigkeit/" href="http://liebesfibel.de/begleitende-probleme-von-beziehungsabhaengigkeit/">Welche begleitenden Probleme treten bei Beziehungsabh&#228;ngigkeit auf?</a>&#8221;<br />
</em></p>
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