von
Jürgen
Wer sehnt sich nicht nach einer erfüllten Partnerschaft? Singles, die einen Partner suchen, bieten Kontaktanzeigen in Zeitschriften, über Partnervermittlungsagenturen und Internet-Singlebörsen scheinbar scheinbar die ideale Lösung. Ein Mangel an Zeit, sei es durch Beruf oder Kinder, ist dabei häufig das Hauptargument für diesen gewählten Weg. Oder die technischen Möglichkeiten, die Hoffnungen schüren, den idealen Partner zu finden. Dabei entpuppen wir uns später häufig als Lügner und Selbstbetrüger, ohne es zu merken. Sowohl Suchende als auch die, die darauf antworten. Selbst dann, wenn die kommerziellen Anbieter sich redliche Mühe geben, ihr Geschäft seriös zu gestalten. Sie sind aber nichts anderes als Verkäufer von Träumen. Wie Filmregisseure und Schriftsteller von Liebesromanen. Und wir nichts anderes als die Menschen, die ihr Glück im Äußeren suchen.
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von
Jürgen
Barbara Michorl, Studentin der Psychologie an der Universität Klagenfurt, in Kärnten, bat mich um Mithilfe. Sie schreibt an einer Diplomarbeit zum Thema „Weibliche Beziehungssucht – eine empirische Studie” und führt derzeit eine anonyme Online-Umfrage unter Frauen durch.
Wenn Sie am Thema interessiert und selber betroffen sind, tragen Sie mit Ihren anonymen Angaben zu einer weiteren Verbreitung und Erforschung des Themas bei.
Die Umfrage wird drei Monate im Netz erreichbar sein, also bis zirka Ende August 2009. Nach der Auswertung wird Barbara Michorl ihre Ergebnisse im Web veröffentlichen.
Hier geht es zur Online-Umfrage zur „Weibliche Beziehungssucht”
von
Jürgen
Die Artikelserie zum Thema ‘Beziehungssucht, Beziehungsabhängigkeit’ ist nun auch als Dossier im Format PDF erschienen.
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Beziehungssucht
'Gesunde und ungesunde Liebe - Schmerzvolle Beziehungen': Ein Dossier aus einer Artikelserie zum Thema 'Beziehungssucht', in der Herausgeber Jürgen Christ 12 Fragen an die Paarberaterin Dr. Barbara Kiesling stellte. Format: PDF, 21 Seiten.
» Größe: 125.4 KiB
» Datum: 18. April 2009
» Abrufe: 2,224
von
Dr. Barbara Kiesling
Können sich Betroffene selber helfen, zum Beispiel durch Information oder durch das Lesen von Büchern? Oder ist immer eine Therapie notwendig?
Das Informieren über die Zusammenhänge, die das partnerschaftliche Leben bestimmen, scheint mir von großer Bedeutung. Anderenfalls würden wir Menschen blind durch die Welt gehen. Das Wissen um die theoretischen Hintergründe ist besonders für diejenigen, die in Abhängigkeitsbeziehungen leben, wichtig, damit sie sich in ihren zeitweilig unverständlichen Reaktionen besser verstehen können. Oft lehnen sich diese Menschen ohnehin schon ab. Wenn sie sich nun auch noch Vorwürfe wegen ihres Verhaltens machen müssten, besteht die Gefahr, dass sie sich selbst immer mehr ablehnen. Das kann zu regelrechtem Selbsthass führen.
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von
Dr. Barbara Kiesling
Was kann man tun, um seine seelischen Strukturen zu verändern, damit man zu einer glücklichen Beziehung fähig ist?

Foto: Stefan Willuda (Photocase.com)
Der Erwachsene hat kaum Möglichkeiten, seine seelischen Strukturen ohne Fremdhilfe zu beeinflussen. Sie sind weitgehend durch unsere Kindheitserlebnisse festgelegt. Der bekannte Neurobiologe Joachim Bauer erklärt, dass sämtliche Erfahrungen, die der Säugling durch seine Mutterfigur macht, vom Gehirn in bioelektrische Impulse umgewandelt und eingespeichert werden. Dies führt zur Entstehung von Nervenzell-Verknüpfungen, sogenannten Synapsen. Die „Konstruktion“ der Nervenzell-Netzwerke hängt also von den Erfahrungen, insbesondere von den Beziehungserfahrungen ab. Durch diese Vorgaben wird im Verlaufe der Kindheit im Gehirn ein Programm aufgebaut, nach dem der Mensch später seine eigenen zwischenmenschlichen Beziehungen gestaltet. Das Erleben und Verhalten in seinen Beziehungen folgt also überwiegend einem früh angelegten, automatisch angewandten Programm.
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