Dem Partner mal öfter „Danke sagen“

In einer Zeit von Facebook und anderen virtuellen Internet-Communities fällt es uns recht einfach, anderen Menschen zum Geburtstag zu gratulieren. Die Geburtstage sind meist elektronisch in Datenbanken hinterlegt. Unsere virtuellen Freunde werden automatisch daran erinnert, dass wir Geburtstag haben. Seitdem ich in diesen virtuellen Netzwerken aktiver bin, haben mir noch niemals zuvor so viele Menschen gratuliert, darunter auch Menschen, die ich niemals zuvor persönlich kennen gelernt habe. Zu oft sind es automatisierte Glückwünsche, die auch Stress bereiten, weil ich mir nicht dutzende eCards (elektronische Glückwunschkarten) oder jedes Happy-Birthday-Video bei Youtube anschauen kann.

Andererseits verlernen mehr und mehr Menschen einfach nur mal „Danke“ zu sagen.

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Liebe zu sich selbst und Nächstenliebe

„Wir sind hier, weil es letztlich kein Entrinnen vor uns selbst gibt. Solange der Mensch sich nicht selbst in den Augen und Herzen seiner Mitmenschen begegnet, ist er auf der Flucht. Solange er nicht zulässt, dass seine Mitmenschen an seinem Innersten teilhaben, gibt es für ihn keine Geborgenheit. Solange er sich fürchtet, durchschaut zu werden, kann er weder sich noch andere erkennen – er wird allein sein.

Wo können wir solch einen Spiegel finden, wenn nicht in unseren Nächsten? Hier in der Gemeinschaft kann ein Mensch erst richtig klar über sich werden und sich nicht mehr als den Riesen seiner Träume oder den Zwerg seiner Ängste sehen, sondern als Mensch, der – Teil eines Ganzen – zu ihrem Wohl seinen Beitrag leistet. In solchem Boden können wir Wurzeln schlagen und wachsen; nicht mehr allein – wie im Tod – sondern lebendig als Mensch unter Menschen.“

Richard Beauvais (1964)

Warum Liebe, Respekt und Achtung in einer Partnerschaft wichtig sind

Folgendes, eher ungewöhnliches Editorial fand ich heute im E-Mailnewsletter „Mein-Finanzbrief“ (Ausgabe vom 18. Juli 2009):

Hallo und guten Tag,

letzte Woche ging unser Online Chefworkshop zu Ende.  Es war ein wunderbarer und sehr aufbauender Workshop. Außerdem waren Tina und ich am letzten Wochenende von unseren Söhnen David (19) und Daniel (18) zu einer Party in ihrem Bauwagen eingeladen worden.

Diesen Bauwagen haben sie in einer Gruppe von ca. 30-40 Jugendlichen zum Treffpunkt gemacht. Er steht ganz abseits, da stört laute Musik nicht und nun waren also die Eltern mit eingeladen, weil die Bauwagenkasse leer war und die Jungs und Mädels wieder mal Material zum ausbauen brauchten… und Eltern bringen Geld in die Kasse  😉

Warum erzähle ich das jetzt? Tina und ich waren sehr berührt davon, wie liebevoll diese vielleicht 30 jungen Menschen im Alter von ca. 15 – 23 Jahre miteinander umgingen. Es gab keine bösen Worte, alle wurden gleich behandelt, sie haben sich untereinander total nett, offen und freundlich begrüßt.

Jung und alt kamen ganz toll miteinander aus. Der Metzger vom Ort war nicht mehr wert, als der Jugendliche, der noch zur Schule ging oder ein Lehrling. Wir saßen lange zusammen, und davon abgesehen, dass die doch nicht im Ernst Rex Gildo auflegten, weil Sie dachten, dass uns ‚Gruftis‘ das gefällt war es ein sehr schönes Erlebnis für uns.

Ich weiß jetzt auch was ein RedBull/Wodka ist…  Schmeckt wie Gummibärchen, die man in Wasser aufgelöst. Muss ich nicht jeden Abend haben…

Ach so, was ich damit sagen will: Solange es Gruppen auf der Welt gibt, die sich so wie wir in den letzten 14 Tagen im Chefworkshop oder die Jungs und Mädels in ihrem Bauwagen freiwillig, in Liebe, gegenseitiger Achtung und Respekt zusammenfinden, wird es immer weiter gehen.

Krisen hin oder Krisen her, diese Gemeinschaften, ob nun kurzfristig oder auf Dauer angelegt, halten die Erde zusammen. Davon bin ich zutiefst überzeugt.

Grüße von Stephan Kaiser

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Gedanken zum Tag: Menschliche – und männliche – Grundbedürfnisse

In einer neuen Serie Gedanken zum Tag veröffentliche ich – in unregelmäßigen Abständen – kurze Gedanken zum Tag, Zitate oder kleinere Weisheiten, die im hektischen Alltag manchmal untergehen.

Emotionale und körperliche Nähe sind ein Grundbedürfnis des Menschen nach Liebe. In unserer leistungsorientierten Gesellschaft tun sich gerade Männer damit schwer. Allerdings haben Kuscheln und Küssen auch Männern bisher niemals geschadet. Sie trauen sich nur häufig nicht, ihre Gefühle offen auszusprechen. Und manche Frauen verstehen es gar falsch, wenn Männer es tun, interpretieren es als ‚Schwäche‘, ‚Frauenversteher‘ oder ‚indirekte Anmache‘.