Selbstwertgefühl steigern: Sich selber etwas Gutes tun

Bild: Hildegard Endner, pixelio.de

Während ich durch die kleinen Gassen in Bamberg flaniere, begegnen mir nur fröhliche und glückliche Menschen – ich fühle mich gerade sehr wohl!

Das schöne Wetter mit Temperaturen um die 20 Grad und diese wundervolle Stadt mit ihren alten Gebäuden, den engen Gassen, Kirchen und dem prunkvollem Dom haben viele Touristen angelockt – hier herrscht bereits Hochsaison. Überall Straßenmusiker, sehr emotional, ein wenig Paris, fast wie Urlaub.

Neben den Touristen bevölkern vor allem zahlreiche Studenten die vielen Cafés, Restaurants und Weinlokale in der historischen Altstadt. Oder sie sitzen einfach nur faul rum, auf einer der zahlreichen Brücken, quatschen, essen Eis.

Sich selber etwas Gutes tun – statt nur an den Partner oder die Ex zu denken… darum drehen sich meine heutigen Gedanken…

 

Spontan entscheiden – Jetzt!

Gestern beschloss ich meine Zugfahrt nach Leipzig zu unterbrechen und verließ ziemlich spontan, genauer gesagt, innerhalb weniger Sekunden, in Bamberg den ICE, um mal kurz eine besinnliche Pause für mich selbst einzulegen.

Ich finde, dass man sich selber in bestimmten Lebensphasen zu wenig Gutes gönnt, z.B. in einer festen Beziehung mit einem anstrengenden und fordernden Partner – oder nach einer Trennung.

Aber auch als Single verhindern manchmal Job, Kinder oder andere Dinge, dass man auch an sich selbst denkt. Oder eben nur kurz genießt, ohne Tiefenwirkung.

Ob es nun diese kurze Pause bei gutem Wetter im historischen Ambiente in Bamberg ist, ein langer Spaziergang durch den Park oder eine nette Begegnung mit einem unbekannten Menschen – alles tut gut.

Nahe, intensive Begegnungen mit Mitmenschen

Vorgestern sprach ich in Lindau am Bodensee während einer Tagung von Psychotherapeuten spontan eine Psychologin an und fragte, ob sie Lust auf einen Spapziergang hätte. Wir verbrachten gemeinsam eine Stunde miteinander, unterhielten uns sehr intensiv, tranken noch einen Kaffee und verabschiedeten uns wieder so spontan wie wir uns begegnet waren. Ich kenne weder ihre Telefonnummer, noch ihren Namen. Es war ein wundervoller Augenblick, der nicht nach mehr verlangt hat.

Es sind vor allem solche herzlichen und nahen Begegnungen mit Menschen, die mir persönlich gut tun. Sie stärken das eigene Selbstwertgefühl und fördern manchmal Schwächen zu Tage, die man alleine nicht – bewusst – entdeckt hätte.

Wie sagte Richard Beauvais einmal so schön:

„Solange der Mensch sich nicht selbst in den Augen und Herzen seiner Mitmenschen begegnet, ist er auf der Flucht.

Solange er nicht zulässt, dass seine Mitmenschen an seinem Innersten teilhaben, gibt es für ihn keine Geborgenheit.

Solange er sich fürchtet, durchschaut zu werden, kann er weder sich noch andere erkennen – er wird allein sein.

[…]

 

Und Du?

  • Wann hast Du zuletzt einen unbekannten Menschen auf der Straße angesprochen und eine intensive Begegnung (ohne erotisches Abenteuer) erfahren?
  • Schaust Du Deinem Gegenüber beim Gespräch in die Augen oder sind Dir Blicke unangenehm?
  • Wann hast Du Dir selbst zuletzt etwas Gutes getan? Was hast Du gemacht?
  • Wann hast Du Dich zuletzt so richtig intensiv verwöhnt? Wie lange ist das jetzt her?
  • Stürzt Du Dich von einer Beziehung oder Affäre in die Nächste? Oder pflegst Du eher eine liebevolle Freundschaft mit Dir selbst?

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