Serie „Beziehungssucht“ – Als Dossier downloaden (PDF)

Die Artikelserie zum Thema ‚Beziehungssucht, Beziehungsabhängigkeit‘ ist nun auch als Dossier im Format PDF erschienen.

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  Beziehungssucht / Beziehungsabhängigkeit
'Gesunde und ungesunde Liebe - Schmerzvolle Beziehungen': Ein Dossier aus einer Artikelserie zum Thema 'Beziehungssucht / Beziehungsabhängigkeit', in der Herausgeber Jürgen Christ 12 Fragen an die Paarberaterin Dr. Barbara Kiesling stellte. Format: PDF, 21 Seiten. PS: Das Dossier ist in der Liebesfibel ab Version 2.9 bereits enthalten!
» Größe:  127,4 KiB
» Datum: 18. April 2009 (letzte Aktualisierung)
» Abrufe: 87.668

4 Gedanken zu „Serie „Beziehungssucht“ – Als Dossier downloaden (PDF)“

  1. Sehr geehrte Frau Dr. Kiesling,

    endlich, endlich einmal ein Fachbeitrag zu diesem Thema im deutschsprachigen Raum!! Dies ist so nützlich und war so notwendig.- Gleich zuerst darf ich Ihnen auch meine ganz persönliche Antwort auf die Frage 10 geben. Ich glaube, dass Beziehungssucht deshalb nicht im Fokus der Öffentlichkeit steht, weil sich noch viel zuwenige Menschen dazu bekennen, bzw. sich damit auseinandersetzen. Sowohl persönlich Betroffene als auch Therapeuten im professionellen Bereich.
    Kurz zu meiner Geschichte : nach einer langen Ehe, in der ich meinen Mann immer wieder betrog(dies aber niemals zwischen uns thematisiert wurde) verliess ich 1996 völlig verzweifelt und am Ende meine Familie, zu der immerhin drei halbwüchsige Töchter gehörten. Ich trank damals sehr viel und schluckte viele Medikamente. Zudem war es der Beginn einer quälenden Hörigkeitsbeziehung zu einem sehr viel älteren Mann, die 7 Jahre dauern sollte und mit Gewalt endete.- Eine erste psychosomatische Kur eröffnete mir den langen Weg der Heilung, auf dem ich mich nach wie vor befinde. Sehr viel Hilfe, sehr viel Unterstützung fand ich in einer 12-Schritte-Gruppe, die ich von 1996 bis ca.2000 intensiv besuchte. Bausteine auf meinem Weg der Heilung sind seither therapeutische Begleitung, eine eigene Selbsthilfegruppe, immer wieder das Lesen von Fachliteratur (mir halfen damals am meisten Robin Norwood und Melodie Beatty, aber auch Patrick Carnes, Anne W. Schaef, Peter Schellenbaum, Arno Grün, Otto W. Kernberg u.a. haben mir sehr viel weitergeholfen). Auch das Einlassen und Leben mit Yoga und Meditation, neuerdings auch Qi Gong, helfen mir sehr, mich mit dem zu versöhnen, was ich als sehr schwere Bürde auf meinem Lebensweg empfinde.
    Ich lebe jetzt ununterbrochen seit 35 Jahren(!!) mit beziehungsgestörten, co-abhängigen Männern – inzwischen bin ich in der fünften längeren „Partnerschaft“ gelandet – zusammen, und es ist, wie Sie in ihrem Dossier so schön beschreiben, es begleitet einen lebenslang und all das theoretische Wissen erklärt einem zwar vieles, aber es heilt nicht.
    Ich selbst – und damit komme ich nun zu dem Punkt, warum ich mich öffentlich mache – weiss aus eigener Erfahrung, dass Trauer und Einsamkeit zunehmen, je mehr ich mich diesem Thema stelle.
    Deshalb glaube ich, dass es sehr hilfreich wäre, wenn es im deutschsprachigen Raum ein ernsthaftes Forum gäbe, wo sich Menschen, die hier betroffen sind (und auch ich nehme an, dass die Dunkelziffer enorm hoch ist) austauschen können.
    Ich bin bereit, ein solches zu gründen bzw. an einem bestehenden mitzuarbeiten und bitte Sie bzw. KollegInnen um Ihre Unterstützung.
    Nochmals danke ich Ihnen für Ihren Artikel. Sie ahnen nicht (oder vielleicht doch), wie wertvoll er in diesem stigmatisierten Themenbereich ist.
    Ihnen für Ihre weitere Zukunft alles alles Gute und Mut und Zuversicht, hier weiterhin engagiert zu bleiben. Sie tun einen unendlich wertvollen Dienst.

    Beate

  2. Hallo Beate,

    es gibt ein 12-Schritte-Forum im Internet, wo sich Betroffene und Angehörige austauschen und gemeinsam wachsen wollen. Vielleicht magst Du dort mal hineinsehen.

    Marla

  3. Hi Nele,

    danke für den Tipp. Schaut aber noch ein wenig leer aus, das Forum.

    Klar ist „Wenn Frauen zu sehr lieben. Die heimliche Sucht gebraucht zu werden“ von der Autorin Robin Norwood“ ein Standardwerk aber nach meiner Ansicht bezieht sich die Störung (Krankheit halte ich für einen falschen Begriff) ebenso auf Männer.

    Was mir bei Dir sehr gut gefallen hat: Dein Hinweis zur Erklärung des Forums: „Diese Internetseite gibt nur die Meinungen und Erfahrungen von Lesern wieder. Sie ist keine Rechtsberatung, ärztliche oder sonstige Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden, auch bei Suchtkrankheiten, empfehlen wir immer einen Arzt zu konsultieren.“

    Haben wir ja auch gemacht, vielleicht war unsere Anregung ja auch eine Idee für Dich und wir konnten helfen. Nur Ärzte können im Falle von schweren Bindungsstörungen helfen. Ob Beziehungsangst oder Beziehungsabhängigkeiten.

    Viele Grüße

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