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Jürgen
Auf den ersten Blick scheint es so, als ob die Situation nie besser war: wer heute einen Partner sucht, für den sind Millionen potentieller Kandidaten nur wenige Mausklicks entfernt. In Singlebörsen, auf Chat-Plattformen und in sozialen Netzwerken sehen wir nicht nur das Foto, sondern auch den Musikgeschmack, die Lieblingsfilme und sogar gemeinsame Freunde. Man könnte sich so auf die Suche begeben, nach dem perfekten Partner. Aber können wir den finden? Auch wenn wir mit jemandem zusammen sind: das Vergleichen scheint nie aufzuhören, weil es in unserer vernetzten Welt immer möglich ist. Die Folge: das Denken, man könne noch jemanden finden, der besser zu einem passt, wird allgegenwärtig – und so wird auf der Suche nach der perfekten Liebe die Liebe selbst unmöglich.
Sven Hillenkamp, früher bei der »Zeit«, schrieb das Buch “Das Ende der Liebe”. Im Interview mit dem Internetradiosender detektor.fm erklärt er, warum.
» Interview mit Sven Hillenkamp bei detektor.fm anhören
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In Deutschland leben immer mehr Menschen als Single. Laut Angabe des Statistischen Bundesamtes stieg die Zahl von 16,5 Millionen im Jahr 2007 auf 17 Millionen im Jahr 2008. Die Zunahme fiel bei den Männern deutlich höher aus als bei den Frauen, so die Statistiker. Der Anteil aller alleinstehenden Männer und Frauen macht inzwischen 21 Prozent der Gesamtbevölkerung aus.
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In einer Zeit von Facebook, studiVZ und anderen virtuellen Internet-Communities fällt es uns recht einfach, anderen Menschen zum Geburtstag zu gratulieren. Die Geburtstage sind meist elektronisch in Datenbanken hinterlegt. Unsere virtuellen Freunde werden automatisch daran erinnert, dass wir Geburtstag haben. Seitdem ich in diesen virtuellen Netzwerken aktiver bin, haben mir noch niemals zuvor so viele Menschen gratuliert, darunter auch Menschen, die ich niemals zuvor persönlich kennen gelernt habe. Zu oft sind es automatisierte Glückwünsche, die auch Stress bereiten, weil ich mir nicht dutzende eCards (elektronische Glückwunschkarten) oder jedes Happy-Birthday-Video bei Youtube anschauen kann.
Andererseits verlernen mehr und mehr Menschen einfach nur mal “Danke” zu sagen.
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„Wir sind hier, weil es letztlich kein Entrinnen vor uns selbst gibt. Solange der Mensch sich nicht selbst in den Augen und Herzen seiner Mitmenschen begegnet, ist er auf der Flucht. Solange er nicht zulässt, dass seine Mitmenschen an seinem Innersten teilhaben, gibt es für ihn keine Geborgenheit. Solange er sich fürchtet, durchschaut zu werden, kann er weder sich noch andere erkennen – er wird allein sein.
Wo können wir solch einen Spiegel finden, wenn nicht in unseren Nächsten? Hier in der Gemeinschaft kann ein Mensch erst richtig klar über sich werden und sich nicht mehr als den Riesen seiner Träume oder den Zwerg seiner Ängste sehen, sondern als Mensch, der – Teil eines Ganzen – zu ihrem Wohl seinen Beitrag leistet. In solchem Boden können wir Wurzeln schlagen und wachsen; nicht mehr allein – wie im Tod – sondern lebendig als Mensch unter Menschen.”
Richard Beauvais (1964)
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Illegaler Verkauf unseres kostenlosen E-Books
Wie dreist manche Datendiebe heute im Internet sind, zeigt das Beispiel von “Estore-EBook“, Inhaber Daniel Bock aus Aspach, der im Internet nicht unbekannt ist. Auf Seite 2 Des E-Books ist ein deutlicher Urheberrechtshinweis enthalten – sowie im Online-Impresssum.
Dort wird – die von uns kostenlos zum Download zur Verfügung gestellte und urheberrechtlich geschützte “Kleine Liebesfibel” in der Kategorie Erotik (kein einziger Beitrag handelt im übrigen von Erotik, ausschließlich von Partnerschaftspsychologie) für 3,50 Euro angeboten. Ohne Rückfrage. Ohne Erlaubnis.
Es ist leider kein Einzelfall. In den letzten Jahre habe ich leider eine deutliche Zunahme des Datendiebstahls auch bei E-Books verzeichnet. Sei es von einem anerkannten Sozialverband, der mit dem E-Book für sich geworben hat; bis zu osteuropäischen Piraten, die selbst vor einem Diebstahl von kostenlosen Werken nicht zurück schrecken, um sich über Werbung (meist im Erotikbereich) zu finanzieren – oder durch Privatpersonen, die es als ihr Werk ausgeben.
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Als neuen Autor für “Die kleine Liebesfibel” konnten wir Dr. Bernhard Mäulen gewinnen. Er ist Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie mit eigener Praxis in Villingen im Schwarzwald – und tätig als Paartherapeut.
Was ist Sexsucht überhaupt? Betrifft es nur Männer und Frauen, die “es” zu oft wollen? Weit gefehlt. Einige Deutsche sind sexsüchtig, ohne es zu wissen. Sexsucht ist nicht erst seit dem deutschen Film “Zweiohrküken” (Til Schweiger) – und der damit verbundenen gesellschaftlichen Aufmerksamkeit – eine ernstzunehmende, medizinisch anerkannte Erkrankung.
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Tausende katholische Priester und Bischöfe haben in den letzten Jahrzehnten weltweit zahlreiche Kinder sexuell missbraucht. Mit dem Wissen, der Duldung und unter dem Schutz der katholischen Kirche. Dennoch fordert der Papst einen strengen staatlichen Eingriff. Die Kirchenoberhäupter haben in ihrem eigenen Staat – dem Vatikanstaat – gesetzlich allerdings abgesichert, dass Sex mit Kindern ab 12 Jahren erlaubt ist. Was ist dann eigentlich ’sexueller Missbrauch’? Eine kulturelle und gesetzliche Definitionsfrage? Eine Frage von Macht und Ohnmacht?
Dazu ein Artikel aus der konservativen Zeitung ‘DIE WELT’:
Vatikan erlaubt Sex mit Kindern ab zwölf Jahren
Von Lucas Wiegelmann 24. April 2010, 16:49 Uhr
Der Vatikanstaat hat in Europa das niedrigste Schutzalter für Kinder. Es liegt bei 12 Jahren, in Deutschland dagegen bei 14 und in der Schweiz bei 16. Das Schutzalter legt fest, wie alt ein Kind mindestens sein muss, damit Erwachsene und Jugendliche sexuelle Beziehungen mit ihm haben dürfen. …. weiterlesen